Diabetische Neuropathie bei Typ-1-Diabetes

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Die Bewertung der Prävalenz der diabetischen peripheren Neuropathie (DPN) bei Menschen mit Typ-1-Diabetes (T1D) in Schottland und Untersuchung des Zusammenhangs mit Risikofaktoren und anderen diabetischen Komplikationen war Ziel einer aktuellen Studie. Hierzu wurden die Daten aus einer großen repräsentativen Stichprobe von Erwachsenen mit T1D (n=5.558) analysiert.

Die Belastung durch DPN ist mit einer Gesamtprävalenz von 13% erheblich. Bereinigt um das erreichte Alter, die Diabetesdauer und das Geschlecht stieg die Wahrscheinlichkeit von DPN hauptsächlich mit dem Verhältnis von Taille zu Hüfte, Lipiden und einer schlechten Blutzuckerkontrolle (Odds Ratio 1,51 [95%-Konfidenzintervall[KI] 1,21-1,89] für Werte von 75 vs. 53 mmol/mol), jemals versus nie Rauchen (1,67 [1,37-2,03]) und einer schlechteren Nierenfunktion (1,96 [1,03-3,74] für geschätzte glomeruläre Filtrationsraten <30 vs.≥90 ml/min/1,73 m2).

Die Wahrscheinlichkeit nahm mit höherem HDL-Cholesterin signifikant ab (0,77 [0,66-0,89] pro mmol/l). Das Leben in benachteiligten Gebieten war mit DPN assoziiert (2,17 [1,78-2,65]) für mehr vs. weniger benachteiligten Gebiete, bereinigt um andere Risikofaktoren. Schließlich hatten Personen mit einer DPN viel häufiger als andere Personen weitere Diabetes-Komplikationen.

Fazit
Die Prävalenz der diabetischen Neuropathie ist nach wie vor erheblich und betrifft insbesondere Patienten in sozioökonomisch am stärksten benachteiligten Gruppen. (rl)

Autoren: Jeyam A et al.
Korrespondenz: Anita Jeyam; [email protected]
Studie: Diabetic Neuropathy Is a Substantial Burden in People With Type 1 Diabetes and Is Strongly Associated With Socioeconomic Disadvantage: A Population-Representative Study From Scotland
Quelle: Diabetes Care. 2020 Apr;43(4):734–742.
Web: https://doi.org/10.2337/dc19-1582