Diabetische Nierenkrankheiten: Projekt PERSONALISE-DKD soll personalisierte medikamentöse Therapie ermöglichen27. Juni 2025 Karte der T1 Relaxationszeiten der Niere, die im Rahmen der mpMRT erhoben wird. Dieser quantitative Parameter kann Aufschluss über die Gewebezusammensetzung der Niere geben und somit gesundes von pathologischem Nierengewebe unterscheiden. Copyright: Zoellner, CKM, Medizinische Fakultät Mannheim Wissenschaftler der Universität Heidelberg sind an einem internationalen Verbundprojekt beteiligt, das zum Ziel hat, auf Basis der personalisierten Medizin die Versorgung von diabetischen Nierenpatienten zu verbessern. In dem multidisziplinären und sektorübergreifenden Projekt PERSONALISE-DKD (Personalised SGLT2i treatment in diabetic kidney disease supported by multiparametric renal magnetic resonance imaging) erforschen sieben Partner aus sechs Ländern eine Methode unter Verwendung der multiparametrischen Magnetresonanztomographie (mpMRT), die zuverlässig eine personalisierte medikamentöse Therapie von diabetischen Nierenerkrankungen (DKD) ermöglichen soll. Das Projekt wird von der Europäischen Partnerschaft für personalisierte Medizin (EP PerMed) mit insgesamt 1,7 Millionen Euro gefördert. Davon fließen rund 300.000 Euro in das Teilprojekt in Mannheim. Zu den Medikamenten, die das Fortschreiten einer chronischen Nierenerkrankung herauszögern können, zählen SGLT2-Inhibitoren. Aber das Ansprechen auf die Therapie mit SGLT2-Inhibitoren ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Und die dem individuellen Ansprechen zugrundeliegenden Mechanismen sind bislang nicht vollständig verstanden. Ziel des neuen Projektes ist es daher, frühzeitig diejenigen DKD-Patienten identifizieren zu können, die von einer Therapie mit SGLT2-Inhibitoren profitieren. Therapie mit SGLT2-Inhibitoren Die Herausforderung besteht darin, Biomarker ausfindig zu machen, die mit hoher Spezifität und Empfindlichkeit nachweisen können, ob ein Patient auf die Behandlung mit SGLT2-Inhibitoren anspricht und ob die Erkrankung fortschreitet oder stagniert. Grundlage für das Projekt sind erste Ergebnisse eines der beteiligten Zentren, die dafürsprechen, dass die multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) geeignet ist, diese Nachweise zu erbringen. Die Projektpartner haben nun die Aufgabe, aufbauend auf den ersten positiven Ergebnissen des Zentrums eine valide, standardisierte Methode zu entwickeln, die anhand von MRT-Biomarkern frühzeitig erkennen lässt, ob ein DKD-Patient von einer Therapie mit SGLT2-Inhibitoren profitiert oder nicht. Die Abteilung für Computerunterstützte Klinische Medizin des Mannheimer Instituts für intelligente Systeme in der Medizin (MIiSM) erforscht im Rahmen des Projekts unter anderem spezielle Biomarker, die in der mpMRT-Bildgebung präzise Informationen über den Zustand und die Funktion der Niere liefern und damit mögliche Effekte der Behandlung mit SGLT2-Inhibitoren nachweisen können. Darüber hinaus erforschen sie auch Methoden, mit denen die Datenauswertung der mpMRT Parameter automatisiert erfolgen kann. Das Projekt und die Förderung Das Projekt ist im Juni gestartet und wird im Rahmen des EP PerMed Joint Transnational Call 2024 zur „Identifizierung oder Validierung von Zielmolekülen für Ansätze der personalisierten Medizin“ (PMTargets) gefördert. Insgesamt wurden in diesem Call 283 Projekte eingereicht, von denen in einem zweistufigen, international begutachteten Verfahren 27 gefördert wurden – darunter PERONALISED-DKD. EP PerMed ist ein Konsortium aus 32 nationalen Förderorganisationen aus 23 Ländern sowie mehreren Regionen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die personalisierte Medizin in Europa voranzubringen und nationale Forschungsaktivitäten zu koordinieren.
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