Diagnose kindlicher Appendizitiden: Bildgebende Untersuchungen sind effektiv

Mädchen mit Unterbauchschmerzen, Foto: © pathdoc – Fotolia.com
Mädchen mit Unterbauchschmerzen, Foto: © pathdoc – Fotolia.com

US-amerikanische Wissenschaftler konnten nachweisen, dass zur Diagnose frühkindlicher Appendizitiden ein Stufenalgorithmus aus Sonographie, gefolgt von nativer MRT bei unklaren Befunden, effektiv ist.

Durch diesen Algorithmus konnten 98,2% der Kinder, die tatsächlich an einer Appendizitis erkrankt waren, auch als solche erkannt werden (Sensitivität). In 97,1% der Fälle wurden die Kinder, welche keine Appendizitis hatten, auch tatsächlich als solche erkannt (Spezifität).

Vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2012 durchsuchten die Forscher die radiologische Datenbank nach kindlichen Patienten, bei denen aufgrund einer vermuteten Appendizitis bildgebende Untersuchungen durchgeführt worden waren. Die Sonographie stellte die erste Untersuchung dar, gefolgt von nativer MRT, wenn die Diagnose weiterhin offen blieb. Die entsprechenden Berichte klassifizierten die Arbeitsgruppe als positiv, negativ oder fragwürdig für Appendizits und verglichen dies mit OP-Berichten und pathologischen Befunden.

Von 1982 untersuchten Kindern hatten 407 (20,5%) eine Appendizitis. Zur Diagnosestellung wurde bei 1905 eine alleinige Sonographie durchgeführt, welche eine Sensitivität von 98,7% (386 von 391 Patienten) und Spezifität von 97,1% (1470 von 1514 Patienten) einbrachte. Bei 77 Patienten blieb die Diagnose nach der Sonographie weiterhin unklar, so dass eine native MRT folgte. Die Sensitivität des Gesamtalgorithmus betrug danach 98,2% (400 von 407 Patienten) und die Gesamtspezifität 97,1% (1530 von 1575 Patienten). Sieben der 1982 Kinder (0,4%) hatten mit dem Stufenalgorithmus falsch-negative Ergebnisse.

Autoren: Dibble EH et al.
Studie: Effectiveness of a Staged US and Unenhanced MR Imaging Algorithm in the Diagnosis of Pediatric Appendicitis.