Die Neurologie der MHH hat einen neuen Direktor3. September 2019 Prof. Günter Höglinger (Foto: MHH/Kaiser) Die Klinik für Neurologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat einen neuen Direktor: Seit Juni dieses Jahres leitet Prof. Günther Höglinger die Abteilung. Der 48-Jährige gilt als einer der renommiertesten Parkinson-Experten in Deutschland und war zuletzt in der neurologischen Klinik der Technischen Universität München (TUM) tätig. Den Grundstein für seine berufliche Laufbahn legte Prof. Günther Höglinger von 1992 bis 1999 mit dem Medizinstudium an den Universitäten Regensburg und Würzburg. Nach beruflichen Stationen in Bern, Hong Kong, London und Paris ging er 2003 an das Universitätsklinikum Marburg, wo er seine Facharztausbildung absolvierte und in verschiedenen Führungsfunktionen tätig war. Von 2011 bis 2016 hatte er eine Heisenberg-Professur an der Fakultät für Medizin an der TUM und am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen inne. Gleichzeitig war er dort auch Lehrstuhlinhaber für Translationale Neurodegeneration. Höglingers wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf neurodegenerativen Parkinson Syndromen. Dazu zählen neben der klassischen Parkinson-Erkrankung auch andere Erkrankungen des zentralen Nervensystems. 2019 wurde er Präsident der Deutschen Parkinson Gesellschaft. An der Position als Direktor der MHH-Klinik für Neurologie reizt ihn vor allem die Vielfalt. „Die Klinik bedient das gesamte Spektrum der klinischen Disziplinen. Das umfassende Versorgungsangebot in herausragender Qualität, getragen von bestens qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bietet ein sehr erfreuliches Arbeitsumfeld“, sagt der Neurologe. An der MHH werden alle neurologischen Erkrankungen behandelt. Die Bandbreite reicht von akuter Notfallmedizin über Infektionen, Hirntumoren und Krankheiten des peripheren Nervensystems bis hin zu Muskelerkrankungen, Kopfschmerzen, Epilepsien sowie immunologischen und neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer. In seiner Funktion als Klinikdirektor möchte Höglinger die Versorgungssituation weiter verbessern. So ist beispielsweise die Eröffnung einer neurologischen Intensivstation geplant. Außerdem sollen die zertifizierte überregionale Stroke Unit modernisiert und die Betreuungsangebote für Menschen mit neurodegenerativen Krankheiten erweitert werden.
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