Die Zahl stationär behandelter diabetischer Fußsyndrome steigt8. Oktober 2018 Diabetische Fußsyndrom © kirov1969 – fotolia.com Jeder vierte Diabetespatient entwickelt mit der Zeit ein Fußulkus. 40.000 amputierte Zehen und Füße gehen pro Jahr auf das Konto chronischer Fußwunden. Viele ließen sich vermeiden. Wie Patienten mit chronischen Wunden und deren Angehörige schlimmeren Folgen vorbeugen – und wie Ärzte und Pflegefachkräfte sie dabei unterstützen können: Auch darum geht es beim 1. Nürnberger Wundkongress vom 6.-8. Dezember 2018 im Nürnberger Messezentrum. Ein dringender Rat, den Ärzte Diabetespatienten mit nach Hause geben können und sollten: Nehmen Sie sich vor dem Zu-Bett-Gehen Zeit und betrachten Ihre Füße – mithilfe Spiegel auch von unten! Diabetes zerstört die Gefühlswahrnehmung typischerweise beginnend an den Füßen. Die Patienten spüren Schmerz, Druck oder Temperatur vermindert oder gar nicht mehr. Die schleichende Verschlechterung nehmen sie bewusst nicht wahr. Verantwortlich ist die sogenannte diabetische Neuropathie. Sie beeinträchtigt die Schmerzempfindlichkeit durch Störungen der Durchblutung und der Nervenversorgung. Das ist zunächst nicht schädlich. Bis einmal ein kleines Steinchen im Schuh sich durch die Haut bohrt und unbemerkt eine Wunde verursachen kann, die der Patient über Wochen oder Monate nicht mehr loswird. Eindringende Bakterien können schwere Entzündungen verursachen. Im schlimmsten Fall kostet eine vermeintliche Bagatellverletzung einen Zeh oder den Fuß. 15 Prozent der Diabetespatienten müssen sich einer Amputation unterziehen. Das Diabetische Fußsyndrom (DFS) wird von allen Komplikationen der folgenschweren Volkskrankheit am meisten gefürchtet. Es fordert ein abgestimmtes Miteinander verschiedener medizinischer Disziplinen und Pflegefachberufe. Aber auch Patienten und Angehörige können ihren Teil dazu beitragen, schlimmeren Folgen vorzubeugen. Dazu gehören neben Verzicht auf Süßes regelmäßige Blutzuckerkontrollen oder die konsequente Einhaltung von Terminen bei Hausärzten, Diabetologen oder Podologen. Dazu gehören auch die Akzeptanz geeigneten Schuhwerks und geeigneter Strümpfe. Dazu gehört der allabendliche kontrollierende Blick auf die Fußsohle. Patienten benötigen dafür ein Verständnis der eigenen Erkrankung: der Zusammenhänge, der Wirkprinzipien von Maßnahmen sowie der Tragweite eigener Fehlentscheidungen. Viele Betroffene wissen viel zu wenig. Ärzte und Pflegefachkräfte können Patienten dabei unterstützen und sie damit letztlich befähigen, ihre Chance zur Mitwirkung bei der Bewältigung ihrer Situation zu nutzen.
Mehr erfahren zu: "Allergische Rhinitis: Nasensekret und Plasma liefern komplementäre Stoffwechselsignale" Allergische Rhinitis: Nasensekret und Plasma liefern komplementäre Stoffwechselsignale Gepaarte Metabolomanalysen liefern Einblicke in lokale und systemische Veränderungen bei Allergischer Rhinitis. Die unter Immuntherapie beobachteten Verschiebungen waren im Nasensekret ausgeprägter als im Plasma.
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.
Mehr erfahren zu: "„Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher" „Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher Der Tag, an dem die Einnahmen aus dem allgemeinen Beitragssatz der Gesetzlichen Krankenversicherung rechnerisch nicht mehr ausreichen, um die Ausgaben für das gesamte Jahr zu finanzieren, ist in diesem Jahr […]