Digitale Helfer können den Umgang mit Diabetes unterstützen15. Februar 2019 Illustration: © ArtJulia, Fotolia.com Die Digitalisierung im Gesundheitswesen verspricht eine verbesserte und effizientere Patientenversorgung. Dies gilt insbesondere für die Behandlung von Menschen mit Diabetes mellitus. Betroffene müssen lebenslang mehrmals täglich ihren Blutzucker messen und ihre Insulintherapie an die aktuellen Werte anpassen. Viele Patienten nutzen bereits spezielle Diabetes-Apps und technische Hilfsmittel wie Insulinpumpen oder Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM). Die Diabetestherapie ist für die Betroffenen mit einem hohen Aufwand verbunden. Vor allem Patienten mit Typ-1-Diabetes benötigen eine lebenslange Insulin-Therapie. Dazu gehören sowohl die Blutzuckermessung als auch die Insulininjektion selbst. “Um ihren Stoffwechsel besser einzustellen, nutzen viele Menschen mit Diabetes Typ 1 Insulinpumpen und Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM)”, sagt Sabine Endrulat, VDBD-Vorstandsmitglied und selbst CGM-Trägerin. “So messen CGM-Systeme über eine dünne Nadel im Unterhautfettgewebe rund um die Uhr alle fünf Minuten die Blutzuckerwerte. Die Insulinpumpe wiederum gibt das benötigte Insulin über einen Katheter direkt in den Körper ab.” Diese technischen Innovationen erleichtern nicht nur den Alltag der Patienten, sondern verbessern auch ihre Lebensqualität. Die digitalen Helfer stellen Patienten und Behandler jedoch auch vor neue Herausforderungen. “Durch die kontinuierliche Glukosemessung stehen beispielsweise deutlich mehr Daten und Informationen zur Verfügung”, sagt Endrulat. “Die Bewertung der Glukosewerte erfordert zusätzliches Wissen und Fähigkeiten.” Um das Potenzial solch digitaler Helfer voll ausnutzen zu können, müssen natürlich auch Diabetesberaterinnen, und Diabetesassistentinnen, die im Praxisalltag den Großteil der Patientenbegleitung gewährleisten, den eigenen Kompetenzbereich kontinuierlich durch adäquate Fortbildungen erweitern”, erläutert Dr. Gottlobe Fabisch, Geschäftsführerin des Verbandes der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) und der VDBD AKADEMIE. “Neben den vielen Vorteilen, die neue Technologien den Patienten bieten, ist es ebenfalls wichtig, die Grenzen zu erkennen: Sie ersetzen keine persönliche Beratung”, so Fabisch. Was Digitalisierung für die behandelnden Diabetesberaterinnen und Diabetesassistentinnen heißt und wie sie die Versorgung und Lebensqualität von Menschen mit Diabetes verbessern kann, diskutieren Experten mit Diabetesberaterinnen und Diabetesassistentinnen auf der diesjährigen VDBD-Tagung, die von der VDBD AKADEMIE organisiert wird. Die Veranstaltung findet unter dem Motto “Auf dem Prüfstand: Digitalisierung in der Diabetestherapie und Update Diabetes” am 23. März 2019 in Frankfurt am Main statt. Interessierte können sich auf der Homepage der VDBD AKADEMIE für die Tagung anmelden.
Mehr erfahren zu: "Extreme Tierarten als Schlüssel für Erkrankungen des Menschen" Extreme Tierarten als Schlüssel für Erkrankungen des Menschen Zahlreiche Tiere leben in extremen Umgebungen und haben ihren Stoffwechsel entsprechend angepasst. Wissenschaftler zeigen nun, dass sich aus diesem Wissen Lösungen entwickeln lassen könnten, die gegen Erkrankungen beim Menschen helfen. […]
Mehr erfahren zu: "DEGAM begrüßt Gesetzesinitiative zur Zuckersteuer" DEGAM begrüßt Gesetzesinitiative zur Zuckersteuer Schleswig-Holstein kündigte Pläne für eine bundesweite Zuckersteuer an. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) begrüßt die Initiative.
Mehr erfahren zu: "Osteoporose: Glätteunfälle als Warnsignal" Osteoporose: Glätteunfälle als Warnsignal Glätteunfälle sind im Winter eine häufige Ursache für Knochenbrüche – insbesondere bei älteren Menschen. Frakturen können auch ein erstes Anzeichen für eine bislang unerkannte Osteoporose sein, warnt die Deutsche Gesellschaft […]