Digitales Krankenhaus leicht gemacht8. November 2022 Mit Scangineering können aus 3-D-Scans von Objekten automatisch CAD-Modelle abgeleitet werden. (Foto: Fraunhofer IPK/Larissa Klassen) Auf der Medica 2022 zeigt das Fraunhofer IPK, wie die intelligente Verknüpfung von Geräten und Systemen, bis hin zu Digitalen Zwillingen, die Prozesse im Krankenhaus der Zukunft prägt. Dank der „Scangineering“-Lösung können dabei sogar Objekte eingebunden werden, für die keine digitalen Daten vorliegen. Interoperabilität, Integration, Interaktion – die Medizintechnik steht im Zeichen der Digitalisierung – der Weg dorthin ist jedoch für viele Krankenhäuser noch nicht transparent, so das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK. Deshalb unterstütze man mithilfe der Kompetenzen im Digital Engineering medizinische Einrichtungen bei Digitalisierungsvorhaben. Dabei sei die Grundidee, vorhandene Datenstrukturen kontextuell und intelligent zu vernetzen, um die Basis für KI-Services und Anwendungen wie Digitale Zwillinge zu schaffen, erklärt das Fraunhofer IPK. So entstehe eine diagnose- und interaktionsfähige Infrastruktur. „Die Vernetzung unterschiedlicher Einzelsysteme kann bei der Software ebenso wie bei der Hardware ansetzen. Daten, die zu oder in diesen Systemen hinterlegt sind, werden aufbereitet und für nachfolgende Anwendungen zusammengebracht. So entstehen Informationsgeflechte, auf deren Basis die unterschiedlichsten Anwendungen denkbar werden. Digitale Modelle, Augmented und Virtual Reality, smarte Produkte oder Digitale Zwillinge machen Prozesse im OP, in der Krankenhausinfrastruktur oder beim Gerätehersteller effizienter, die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten wird verbessert und Patientinnen und Patienten profitieren unmittelbar”, führt das Institut weiter aus.Wie das gehen kann, wird das Institut vom 14. bis 17. November 2022 in Düsseldorf mit seinem „Scangineering“-Demonstrator zeigen und erklärt: Beim Scangineering-Verfahren werden aus 3-D-Scans automatisch CAD-Modelle abgeleitet. In der industriellen Anwendung können so beispielsweise Bauteile schnell und günstig nachgefertigt werden. Der Messedemonstrator kann einen Finger scannen, um eine individuell auf diesen angepasste Orthese zu designen. Der so entstehende Entwurf wird vor Ort 3-D-gedruckt – aus Biopolymeren, die aus recyceltem Speiseöl gewonnen wurden. Der Demonstrator bringt Kompetenzen und Lösungen für Datenaufbereitung und -verknüpfung mit Reverse Engineering und Digitalem Zwilling zusammen. Das Fraunhofer IPK wird auf der Medica, der größten Messe der Medizintechnik-Industrie; am Stand E74 der Fraunhofer-Gesellschaft in Halle 3 vertreten sein.
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