#digitalOU 2020 gestartet19. Oktober 2020 Oben: Jörg Ansorg, Burkhard Lembeck (v.l.); unten: Dieter C. Wirtz, Michael J. Raschke (v.l) auf der Welcome-Session. (Foto: hr) Anstatt des coronabedingt abgesagten traditionellen DKOU-Kongresses Ende Oktober in Berlin, haben heute (19. Oktober) die Kongresspräsidenten die Digitale Woche eröffnet, zu der sich knapp 4500 Teilnehmer angemeldet haben. Auf der Welcome-Session sprach auch Gesundheitsminister Jens Spahn ein Grußwort. Wie die meisten medizinischen Kongresse musste auch Europas größter Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie mit rund 10.000 Teilnehmenden in diesem Jahr die Türen geschlossen halten. In nur vier Monaten haben die diesjährigen DKOU-Präsidenten und ihre Teams in Zusammenarbeit mit der Akademie für Orthopädie und Unfallchirurgie (AOUC) mit der Digitalen Woche eine Online-Plattform entwickelt, auf der täglich bis zum 23. Oktober von 17.00 bis 21.00 Uhr Videosessions, Live-Streams und vielen andere themenspezifische Fortbildungsveranstaltungen stattfinden. Die Teilnahme ist kostenfrei und es werden zudem CME-Punkte vergeben. Kongresspräsident Prof. Dieter C. Wirtz (DGOOC) bedankte sich bei seinem Grußwort bei allen Beteiligten, insbesondere auch den Sektionen der Fachgesellschaften, die an der Entwicklung des neuen Formates mitgearbeitet haben, betonte aber auch, “dass die digitale Plattform den Kongress nicht ersetzten kann und will”. Jedoch könne sie auch in Zukunft den Kongress erweitern und auf eine “nächste Entwicklungsstufe heben”. Prof. Michael J. Raschke, Kongresspräsisent DGU, ergänzte, dass in dem neuen Format natürlich nur ein Bruchteil dessen darstellbar sei, was man üblicherweise auf dem Präsenzkongress anbieten könne. Er beleuchte zudem die rasante Entwicklung der Unfallchirurgie, die mit ihren Innovationen, z. B. in der Telemedizin etwa zu einer Blaupause für die Politik wurde, und sich so stark präsentiere wie noch nie: “2019 wurde ein historischer Tiefstand bei den Unfalltoten in Deutschland erreicht”, verkündete Raschke. Eine weitere Entwicklung die Raschke mit Stolz hervorhob war, dass etwa die vom Nachwuchs geforderte Work-Life-Balance immer besser gelinge und dass das Fach zudem immer weiblicher werde. “Die Zeiten als der Unfallchirurg als Prototyp des Alpha-Männchens galt, sind vorbei”. Man dürfe das digitale Format nicht nur Notnagel begreifen, stellte BVOU-Kongresspräsidnet Dr. Burkhard Lembeck in seinem Grußwort klar. “Wir müssen auch das Positive und die Chancen darin erkennen.” So könnten gerade jüngere Kolleginnen und Kollegen, die durch ihre Arbeit, die Familie oder aber die Kosten von einer Anreise zum Präsenzkongress nach Berlin oft abgehalten wurden, von dem neuen Format profitieren, da sie nun (inter)aktiv an den Online-Veranstaltungen teilnehmen könnten. Lembeck hob zudem auch die Mitwirkung des Faches an der Bewältigung der Herausforderungen in der Corona-Pandemie hervor, sowohl in den Kliniken als auch den Praxen. Durch das frühzeitige Aussetzen elektiver Eingriffe hätten die Patientenströme entzerrt werden können. Auch habe man in der ersten Welle mit viel Engagement fehlende Masken und Ausrüstung organisiert. Sein Dank galt zudem explizit dem Medizinischen Fachangestellten, die anstrengende und wertvolle Arbeit in dieser Zeit leisteten. Jens Spahn beim Grußwort anlässlich der Digitalen Woche #digitalOU 2020 (Foto: hr) Auch Spahn, der aus dem Ministerium zugeschaltet wurde, dankte in seinem Grußwort Orthopäden und Unfallchirurgen, “für die tägliche Arbeit, die Sie für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger auch in der Krise leisten”. Er war überzeugt davon, dass mit dem Schutzschirm für Kliniken und Praxen oder den drei Milliarden Euro, die für die Digitalisierungsoffensive zur Verfügung gestellt werden, auch Orthopäden und Unfallchirurgen bzw. deren Abteilungen profitieren profitieren werden. Lembeck nahm die von Spahn angepriesene Digitalsierungsoffensive zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass es gerade beim Ausbau der Telematik-Infrastruktur, bei der u.a. Kliniken und Praxen sicher vernetzt werden sollen, hakt. Hier oder bei weiteren Anwendungen wie der elektronischen Patientenakte oder dem elektronischen Rezept “läuft es gerade im ambulanten Bereich alles andere als rund. Technische Pannen, Verzögerungen, Datenschutzprobleme oder eine unzureichende Finanzierung sind da an der Tagesordnung”, so Lembeck. Ein Thema, zu dem man auch auf der digitalen Woche noch eine Diskussion haben werde. Die Kongresspräsidenten warben zudem mit ihren persönlichen Highlights für die Vielfalt des Programms der Digitalen Woche, bevor Dr. Jörg Ansorg die Programm-Inhalte mit den technischen Details und Möglichkeiten der Webseite https://digitalou.org/ bzw. App verknüpfte respektive vorstellte. (hr)
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