DIP startet Befragung der Mitarbeitenden und Leitungen in der häuslichen Intensivversorgung1. Juli 2021 Bild: ©magele-picture – stock.adobe.com Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) startet mit dem Pflege-Thermometer 2021 die bislang größte Befragung im Feld der häuslichen Intensivversorgung. Ziel der Studie ist, unterschiedliche Perspektiven der betroffenen Menschen, ihrer Angehörigen, der versorgenden Dienste sowie die der Mitarbeitenden der Pflege zu erfassen. Die Studie wird überwiegend mit Fördermitteln der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF) realisiert. Weitere Co-Förderer sind die Deutsche Fachpflege Gruppe (DFG), Linimed, Opseo sowie Resmed. Unterstützt wird die bundesweite Studie von zahlreichen Patientenorganisationen, Betroffenenverbänden und Selbsthilfegruppen. „Pflegende in der außerklinischen Intensivversorgung leisten eine kompetente und sehr verantwortungsvolle Arbeit. Es ist wichtig zu erfahren, unter welchen Bedingungen sie dort arbeiten und mit welchen Herausforderungen sie in der Praxis konfrontiert sind“, erläutert Lothar Ullrich, Vorsitzender der DGF, das Engagement. Mit dem Start der zweiten Befragungswelle werden die Mitarbeitenden sowie Leitungskräfte der ambulanten Dienste, der Wohngemeinschaften sowie der stationären Einrichtungen zur Teilnahme angefragt. Die Teilnahme ist über die folgenden Links möglich: Mitarbeitende: https://ww3.unipark.de/uc/Pflege-Thermometer2021_Befragung_Mitarbeitende/ Leitungskräfte: https://ww3.unipark.de/uc/Pflege-Thermometer2021_Befragung_Leitungskraefte/ „Mit der Befragung wollen wir den Pflegenden eine Stimme geben, die in der öffentlichen Diskussion oftmals nicht hinreichend beachtet werden“, betont Prof. Michael Isfort, Leiter der Studie. „Intensivversorgung wird überwiegend im Kontext der Krankenhäuser diskutiert. Dabei gibt es Tausende von Mitarbeitenden, die ohne Absicherung durch Teams, Ärztinnen und Ärzte und Zugang zu Material täglich die Versorgung stabilisieren“, so Isfort weiter. Hintergrund der Studie ist laut DPI, dass in diesem Sektor der Versorgung keine systematischen Datenerfassungen und kein öffentliches Berichtswesen vorliege. Wichtige Aspekte der Steuerung der Versorgung und der Fachkräftesicherung könnten ohne Daten nur unzureichend in die politische Diskussion eingebracht werden. Das Pflege-Thermometer 2021 böte die Möglichkeit, zentrale Hinweise aus dem Feld der ambulanten Versorgung, der Betreuung in Wohngemeinschaften sowie in stationären Einrichtungen zu bündeln und so Forderungen für eine Stabilisierung abzuleiten. Innerhalb der Pflege-Thermometer-Reihe stellt das Pflege-Thermometer 2021 die zehnte Studie dar, die eine Bewertung eines Teilbereichs der pflegerischen Versorgung in Deutschland ermöglicht. Die Veröffentlichung ist für das Frühjahr 2022 vorgesehen. Die Ergebnisse der Pflege-Thermometer-Studien werden kostenlos über die Institutshomepage online zur Verfügung gestellt.
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