DIVI koordiniert Versorgungsnetzwerk für intensivpflichtige Kinder aus der Ukraine16. März 2022 Foto: © Kadmy stock.adobe.com Die Flüchtlingszahlen aus dem ukrainischen Kriegsgebiet steigen rasant – und damit vermutlich auch der Anteil an kranken, versorgungsbedürftigen Kindern. Die DIVI hat daher eine Koordinierungsstelle eingerichtet, um intensivpflichtige Kinder aus der Ukraine koordiniert innerhalb Deutschlands verteilen zu können. Kürzlich erst hat die Ukraine einen russischen Angriff auf eine Kinderklinik in der Hafenstadt Mariupol vermeldet. Um speziell den erwarteten zunehmenden Strom von intensivpflichtigen Kindern so gut wie möglich zu steuern, ist die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) bereits aktiv geworden: „Wir haben eine Koordinierungsstelle eingerichtet, bei der Kinderintensiv-Anfragen ab sofort über eine zentrale E-Mail-Adresse eingehen und koordiniert innerhalb Deutschlands verteilt werden können“, erklärt PD Dr. Florian Hoffmann, Generalsekretär der DIVI. Hoffmann hat die Initiative gemeinsam mit seinen Kollegen PD Dr. Martin Olivieri und Dr. Bernd Landsleitner von der DIVI-Sektion Pädiatrische Intensiv- und Notfallmedizin sowie Präsidiumsmitglied Prof. Sebastian Brenner ins Leben gerufen. Inzwischen wurden bundesweit Kinderintensivstationen mit der Bitte angeschrieben, Ansprechpartner für Anfragen zu benennen. Mehr als 50 Kinderintensivstationen machen Laut DIVI bereits mit. „Nur gemeinsam und über diese zentrale Koordination können wir eine optimale Verteilung und damit Versorgung der Kinder, welche dringend eine intensivmedizinische Behandlung benötigen, erreichen. Denn wir müssen damit rechnen, dass noch viele Kinder zu uns kommen werden, auch weil unsere Nachbarländer wie zum Beispiel Polen an ihre Belastungsgrenzen kommen“, erklärt Hoffmann. Die DIVI freut sich über alle kinderintensivmedizinischen Stationen in Deutschland, die sich bei dieser einmaligen Hilfsaktion beteiligen. „Wir laden alle Kollegen und Kolleginnen, die den Aufruf bisher noch nicht erhalten haben, ein, sich auch zu beteiligen. Nur gemeinsam wird diese Aufgabe zu bewältigen sein”, sagt Brenner. Intensivmedizinische Abteilungen, die sich gerne noch am Versorgungsnetzwerk beteiligen möchten, können sich bei Interesse an [email protected] wenden.
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