DOG 2019: Hans Hoerauf ist neuer Präsident – Fachgesellschaft feiert 2020 ihr Von-Graefe-Jahr30. September 2019 Prof. Hans Hoerauf, Direktor der Universitätsaugenklinik Göttingen, zeigt sich als neuer DOG-Präsident Arm in Arm mit Albrecht von Graefe, an dessen 150. Todestag die DOG 2020 erinnern wird. Foto: Kaulard/Biermann Medizin Prof. Hans Hoerauf, Direktor der Universitätsaugenklinik Göttingen, ist neuer DOG-Präsident. Auf der Farewell-Feier des DOG-Kongresses 2019 am Sonntag im Foyer des Berliner Estrel-Hotels überreichte ihm Prof. Claus Cursiefen (Köln) traditionsgemäß die Amtskette der Fachgesellschaft – doch dann sollte es nicht mehr ganz so traditionell weitergehen… „Das hab` ich ja noch nie gemacht, mich auf offener Bühne ausziehen“, lachte Hoerauf ins Mikrofon, als er begann, seine Krawatte zu lösen, um dann Sakko und Oberhemd aufzuknöpfen. Und als ob die altehrwürdige DOG versuchen wollte, ihn daran zu hindern, blieb der neue DOG-Präsident beim Abstreifen der Kleidungsstücke mehrfach in der langen, schweren Amtskette hängen. Dann aber war es geschafft – und der Gag gelungen: Hoerauf präsentierte sich im Motto-T-Shirt des DOG-Kongresses 2020: „AvG – Graefe“. Auf schwarzem Untergrund zeigt das T-Shirt in Comic-artiger blauer und gelber Strichzeichnung den Gründer der DOG als Rapper mit Baseball-Cap und cooler Sonnenbrille. Der Applaus und das herzhafte Lachen der Farewell-Gäste ließen Hoeraufs Erklärung fast ein wenig untergehen, dass die Fachgesellschaft 2020 das Von-Graefe-Jahr feiert. Anlass ist der 150. Todestag (20. Juli 1870) des Begründers der modernen Augenheilkunde. Auf ein Schwerpunktthema für das Kongressprogramm wird die DOG im kommenden Jahr bewusst verzichten, denn, so Hoerauf: „… von Graefe – das spricht für sich.“ Unterdessen war es auf der kleinen Bühne im Foyer ein wenig voller geworden. Neben Hoerauf stand plötzlich überlebensgroß „AvG“ wie man ihn kennt: im langen Mantel, mit dem Augenspiegel in der rechten Hand … ohne Baseball-Cap. Cursiefen, nun neuer zweiter DOG-Vizepräsident, hatte den Aufsteller aus der Requisite ins Rampenlicht geholt, und Hoerauf nahm sofort die Gelegenheit wahr, sich mit von Graefe Arm in Arm zu zeigen – ein Motiv, das später viele Farewell-Gäste gerne nachstellten. Ausblicke auf 2020 Wer während der DOG 2020 auf von Graefes Spuren durch Berlin wandeln will, wird dazu die Möglichkeit bei einer Exkursion haben, die Prof. Jens Rohrbach leiten wird. „Grandios“, versprach Hoerauf schon jetzt. Alles Wissenswerte zum Leben und Wirken von Graefes wird darüber hinaus in einer neuen Biografie nachzulesen sein. Als Highlight des Von-Graefe-Jahres 2020 kündigte Hoerauf weiterhin an, dass das EBO-Examen erstmals in Berlin stattfinden wird. Eine Premiere wird zudem das erste Joint-Meeting der DOG mit der internationalen Ocular Trauma Society sein. Als Beispiele für die inhaltlichen Schwerpunkte des kommenden 118. DOG-Kongresses nannte Hoerauf die Themen „Ökonomie und Medizin“ sowie „Fehlanreize in der Patientenversorgung“. Das Thema der Guest Lecture 2020 lässt ebenfalls aufhorchen: „Seinlassen als ärztliche Leistung“. Kurz und knapp So flott wie „AvG“ auf dem Motto-T-Shirt daherkommt, so schnell war diesmal auch der offizielle Teil der Amtsübergabe beendet. Cursiefen machte wortwörtlich nicht viele Worte, dankte so lang wie nötig und so kurz wie möglich allen am Kongresserfolg Beteiligten, um dann als letzte Amtshandlung die Präsidenten-Kette zu überreichen. Prof. Claus Cursiefen (r.) mit seinem Amtsnachfolger Prof. Hans Hoerauf. Foto: Kaulard/Biermann Medizin „Lief gut, habe ich gedacht“, gratulierte Hoerauf seinem Kollegen Cursiefen zu einem zukunftsweisenden Kongress mit neuen Formaten, die sofort gut angenommen worden seien. Als 1. Vizepräsident hätte er den Kongress diesmal ganz anders erlebt, sagte Hoerauf, und man merkte ihm Freude aufs Amt, aber vielleicht auch steigende Anspannung an. „Du strahlst so eine Ruhe aus, bist Du immer so?“, fragte der neue den alten Präsidenten, wünschte ihm aber trotzdem, nun wieder etwas mehr Zeit fürs Private finden zu können. Als kleines persönliches Geschenk mit lokaler Note überreichte er Cursiefen eine Flasche Gin, gebrannt aus Ingredienzien des Kräutergartens des Göttinger Klinikgründers. Und dann war da noch etwas im Geschenkpäckchen: ein „AvG“-T-Shirt. (dk)
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