DOG 2021: Prof. Gerd Geerling ist neuer Präsident der DOG3. Oktober 2021 Prof. Hagen Thieme (l.) übergab am Sonntagnachmittag die DOG-Präsidentschaft an Prof. Gerd Geerling (Düsseldorf). Bildquellen: Screenshot (DOG) / Geerling „Jetzt wird’s ernst“, meinte Prof. Gerd Geerling und erhob sich von seinem Bildschirm-Platz, um nebenan ins Berliner DOG-Kongress-Studio zu gehen. Dort traf er sich mit Präsident Prof. Hagen Thieme, der für ihn eine gewichtige Handreichung bereithielt: die DOG-Präsidentenkette für die Amtszeit 2021/22. Die Überreichung der Amtskette des DOG-Präsidenten ist der traditionelle Abschluss einer jeden DOG-Jahrestagung und zugleich der Auftakt der neuen Präsidentschaft, denn: Nach dem DOG-Kongress ist vor dem DOG-Kongress. Aber 2022 wird und soll der Kongress nicht bleiben, wie er war. Zweimal hat die Corona-Pandemie das Online-Format „erzwungen“, doch gerade diese „Not“-Lösung hat viele neue und auch gute Erfahrungen möglich gemacht. Selbstverständlich werde wieder ein Präsenzkongress gewollt, ließ Thieme keinen Zweifel an der Rückkehr ins Kongress-Hotel Estrel. „Unsere Industrieausstellung im Estrel ist mit einer Küchenmesse zugestellt“, meinte er augenzwinkernd beim Farewell, „… das müssen wir 2022 unbedingt wieder ändern“, dankte er der Industrie für ihre Unterstützung auch in den beiden zurückliegenden ungewöhnlichen DOG-Jahren. Ebenso deutlich plädierte der scheidende DOG-Präsident für eine weitere Änderung – für die Erweiterung des DOG-Kongresses um Online-Elemente. Online, so Thieme, sei ein Format, das „unglaubliche Vorteile“ habe. „Die sollten wir `rüberretten!“ Allein die Tatsache, dass noch am DOG-Sonntag auf den diversen Kongress-Kanälen mehr als 1000 Teilnehmer unterwegs gewesen seien, habe ihn sehr beeindruckt, fänden doch zuweilen gegen Kongress-Ende Veranstaltungen nur noch vor einer Handvoll Zuhörer statt. Mehrfach betonte Thieme, dass der Online-Kongress 2021 „fantastisch“ gelaufen sei und dankte den vielen Aktiven im Hintergrund für die stets verlässliche und schnelle Hilfe: „Wenn’s gehakelt hat, war sofort eine Lösung da. Und wenn der Präsident `mal eine Tüte Gummibärchen brauchte, hat auch das geklappt. Ich verneige mich vor Ihnen – ganz ehrlich“, zollte er den guten Geistern von der Geschäftsstelle über das DOG-Präsidium bis hin zu Interplan, M-Events und Thieme seinen Respekt.Hochzufrieden zeigte sich Thieme auch mit der aktuellen DOG-Mitgliederzahl, die trotz Pandemiezeit nunmehr die 8000er-Grenze überschritten hat. Themenschwerpunkt regenerative MedizinDann verabschiedete sich Thieme mit einem kurzen Händewinken aus dem Online-Meeting, um seinen Nachfolger und Kollegen Gerd Geerling im Kongress-Studio zu treffen.Ob diese Kette denn so schwer sei, wie sie aussehe, hätten ihn seine Kinder gefragt, erzählte Thieme, bevor er die Amtsinsignie von seinen Schultern nahm. Ja, habe er geantwortet, zunächst sei die Kette schwer, werde dann aber immer leichter, weil es so viele Menschen gebe, die einem helfen würden. Wenige Augenblicke später hatte mit der Kette auch die Präsidentschaft gewechselt. Thieme nahm wortwörtlich seinen Hut und übergab DOG-Präsident Geerling das Wort, um einen ersten Ausblick auf den DOG-Kongress 2022 zu geben. Ein inhaltlicher Schwerpunkt wird die regenerative Medizin des Auges sein, ließ der Direktor der Düsseldorfer Universitätsaugenklinik die rund 300 Live-Gäste der Amtsübergabe wissen. Neue und spannende Ausblicke lässt auch ein weiterer von Geerling genannter Gedanke erwarten: die ökologische Nachhaltigkeit der Augenheilkunde. Der 120. DOG-Kongress ist geplant vom 29. September bis 2. Oktober 2022 im Estrel, Berlin. (dk)
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