Dr. Dirk Heinrich als Präsident des HNO-Berufsverbandes wiedergewählt2. November 2020 Das neue HNO-Präsidium mit Bundesschatzmeister: Stefan Drumm, Dirk Heinrich, Kerstin Zeise und Jan Löhler (v.l.) Foto: Lopata/axentis Dr. Dirk Heinrich bleibt für eine weitere Amtsperiode Präsident des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. Der 61-Jährige wurde bei Sitzung des Bundesvorstandes am 30. Oktober in Berlin im Amt bestätigt. Zur Vizepräsidentin wurde Dr. Kerstin Zeise (52) aus Berlin gewählt. Vizepräsident bleibt Stefan Drumm (55) aus dem niedersächsischen Adendorf. Bei seinem Bericht zur Lage am Vortag der Wahlveranstaltung betonte Heinrich, dass sich die berufliche Situation für ambulant tätige HNO-Ärztinnen und -Ärzte in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert habe. Durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vollziehe die Politik eine entscheidende Kehrtwende: „Die Politik hat endlich erkannt, dass Budgetierung im GKV-Bereich keine Probleme löse, sondern vielmehr Ursache von Wartezeiten, Ärztemangel und Investitionsstau in den Facharztpraxen ist“, würdigte der Hamburger HNO-Arzt das Gesetz. Insbesondere grundversorgende Fachgruppen, wie Augenärzte, Orthopäden und HNO-Ärzte, profitierten vom TSVG. Gleichzeitig sei die Liste der nach wie vor bestehenden Probleme lang, ergänzte Heinrich. Die EBM-Reform habe lediglich die zu knappen Finanzen im GKV-Bereich umverteilt, auf die Novelle der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) warte man seit Jahren vergeblich, die Digitalisierung werde ohne Rücksicht auf den „Mehrwert für die Praxen“ durchgeboxt. Unter dem Dach des Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) wolle man sich diesen Großbaustellen der Gesundheitsversorgung in den kommenden vier Jahren intensiv widmen, so Heinrich. Gleichzeitig zur Neuwahl des Präsidiums verabschiedete der Bundesvorstand Dr. Ellen Lundershausen aus dem von ihr über lange Jahre ausgeübten Amt der Vizepräsidentin des Berufsverbandes. Die Erfurter HNO-Ärztin und amtierende Vizepräsidentin der Bundesärztekammer war nicht mehr zur Wahl angetreten. Heinrich: „Ellen Lundershausen hat sich beispiellos für den Berufsverband engagiert und auf wichtigen Feldern, wie der Reform der Muster-Weiterbildungsordnung oder der Allergologie, die Belange der HNO-Heilkunde entscheidend vorangebracht. In seiner Funktion bestätigt wurde auch Priv.-Doz. Dr. Jan Löhler aus dem schleswig-holsteinischen Bad Bramstedt. Der 51-Jährige verantwortet als Bundesschatzmeister die Finanzen des Berufsverbandes. Löhler ist neben seiner Tätigkeit als niedergelassener HNO-Arzt auch Direktor des Wissenschaftlichen Instituts für angewandte Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (WIAHNO).
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