DZPG fordert klares Bekenntnis zur Stärkung der psychischen Gesundheit14. März 2025 Foto: © Bernardo Ferreria – Pixabay Das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) fordert die zukünftige Bundesregierung auf, bereits in den Koalitionsverhandlungen die psychische Gesundheit der Bevölkerung und die damit verbundene Forschung als vorrangige politische Handlungsfelder zu verankern. Psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten und belastendsten Volkskrankheiten und verursachen erhebliche soziale und wirtschaftliche Kosten. Dennoch bleibt die Forschung zu psychischer Gesundheit im Vergleich zu anderen großen Krankheitsfeldern unterfinanziert. Prof. Andreas Heinz, Gründungssprecher des DZPG, betont: „Die aktuellen Herausforderungen erfordern wissenschaftlich fundierte Antworten, um gesellschaftlichen Verunsicherungen und Transformationsängsten entgegenzuwirken. Dies gilt insbesondere in Hinblick auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung.“ Das DZPG fordert daher ein klares Bekenntnis der neuen Bundesregierung zur strukturellen Stärkung dieses Forschungsbereichs durch die gezielte Förderung interdisziplinärer, translationaler und langfristig angelegter Forschungsprogramme. Heinz unterstreicht: „Investitionen in die psychische Gesundheit sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes.“ Sicherung der Forschung auf lange Sicht Das DZPG, das eine Schlüsselrolle bei der Erforschung und Entwicklung neuer Methoden zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung psychischer Erkrankungen spielt, benötigt eine langfristige Finanzierungsgrundlage und institutionelle Absicherung. Nur so können innovative Ansätze von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung effektiv umgesetzt werden. Bund und Länder haben sich jedoch bisher nicht auf die Ausgestaltung einer künftigen gemeinsamen Förderung des DZPG geeinigt. Stattdessen wurde beschlossen, die langfristige Förderung des DZPG nach einer externen Begutachtung der etablierten Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) im Jahr 2026 und basierend auf Empfehlungen des Wissenschaftsrats (WR) zu konkretisieren. „Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat zugesagt, bis dahin die alleinige Förderung des DZPG fortzusetzen“, erklärt Prof. Andreas Meyer-Lindenberg, ebenfalls Gründungssprecher des DZPG. „Wir erwarten, dass der Bund an dieser Zusage auch unter den aktuellen Bedingungen der vorläufigen Haushaltsführung festhält, um eine lückenlose Finanzierung des DZPG zu garantieren. Nur eine nahtlose und langfristige Förderung kann das DZPG auf Augenhöhe mit den bestehenden DZG bringen und optimale, nachhaltige Strukturen für die translationale psychische Forschung schaffen.“ Nur so könne der stetig wachsenden Belastung durch psychische Erkrankungen effektiv entgegengewirkt werden. „Es braucht ein starkes politisches Signal, dass die Forschung im Bereich psychische Gesundheit als integraler Bestandteil der nationalen Forschungsstrategie betrachtet wird“, betont Meyer-Lindenberg.
Mehr erfahren zu: "So lernen Schüler, Stress zu bewältigen" So lernen Schüler, Stress zu bewältigen Ein bayerisches Gymnasium veranstaltete im Jahr 2023 für Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis zehn einen Aktionstag zur Stressresilienz. Dieser wurde vom Institut für Praxisforschung und Evaluation (IPE) an der Evangelischen […]
Mehr erfahren zu: "Erstes EU-Projekt integriert Pharmakogenomik in Tumorboards" Erstes EU-Projekt integriert Pharmakogenomik in Tumorboards Das Dr. Margarete Fischer-Bosch Institut für Klinische Pharmakologie (IKP) am Bosch Health Campus in Stuttgart leitet mit PGxMTB das europaweit erste EU-Projekt, bei dem die Pharmakogenomik systematisch in molekulare Tumorboards […]
Mehr erfahren zu: "Online-Programm zu ketogener Stoffwechseltherapie reduziert Depressionssymptome" Online-Programm zu ketogener Stoffwechseltherapie reduziert Depressionssymptome Eine neue Studie legt nahe, dass ein online angebotenes, gruppenbasiertes Programm zur ketogenen Stoffwechseltherapie (KMT) zu einer signifikanten und klinisch relevanten Linderung von Depressionen und Angstzuständen führen kann.