E-Zigaretten-Konsum: Einsame Teenager sind stärker gefährdet10. Februar 2026 Foto, KI-generiert: © GoonDuLagoon/stock.adobe.com Das Problem der zunehmenden Nutzung von E-Zigaretten unter Jugendlichen in England hat eine kleine Forschergruppe kürzlich vom psychosozialen Standpunkt aus betrachtet. Das Ergebnis: Einsamkeit korreliert stark und je nach Ausmaß der empfundenen Isolation mit dem E-Zigarettenkonsum bei jungen Menschen. Die Grundlage der jüngst publizierten Forschungsarbeit bildeten Daten von 13.725 Schülerinnen und Schülern (11–15 Jahre), die an der Erhebungswelle 2023 der national repräsentativen Studie „Smoking, Drinking and Drug Use among Young People in England“ teilgenommen hatten. Dabei erfasste man die von den Befragten empfundene Einsamkeit anhand eines validierten Gesamtscores, der aus drei indirekten Fragen zur sozialen Isolation abgeleitet wurde. Die Probanden teilten Erstautor Yusuff Adebayo Adebisi vom College of Social Sciences an der University of Glasgow und zwei weitere Forscher auf dieser Basis in wenig, mittel und hochgradig einsam ein. E-Zigaretten konsumierten die Jugendlichen zum Zeitpunkt der Befragung laut eigenen Angaben „manchmal“ oder „wöchentlich“. Mithilfe logistischer Regressionsmodelle berechneten die Studienautoren unbereinigte und bereinigte Odds Ratios (ORs) für den Zusammenhang zwischen Einsamkeit und E-Zigarettenkonsum, wobei sie Alter, Geschlecht, Raucherstatus, ethnische Zugehörigkeit, den ökonomischen Status der Familie sowie Alkoholkonsum als Kovariaten berücksichtigten. Stärkere Einsamkeit korreliert mit E-Zigaretten-Konsum Insgesamt gaben acht Prozent der Jugendlichen (n = 1104) an, aktuell E-Zigaretten zu konsumieren. Im Vergleich zu Jugendlichen, die weniger einsam waren, wiesen solche mit einem mittleren beziehungsweise starken Gefühl der Einsamkeit ein signifikant höheres Risiko für einen E-Zigarettenkonsum auf (adjustierte ORs 1,48; 95 %-Konfidenzintervall [KI] 1,24–1,76; p < 0,001] bzw. 2,46; 95%-KI 2,00–3,04; p < 0,001). Wie die Forschenden im „Journal of Preventive Medicine and Public Health“ berichten, blieben die Ergebnisse in Sensitivitätsanalysen, die den wöchentlichen E-Zigarettenkonsum als Zielgröße verwendeten, konsistent. Schlussendlich ergab sich für Jugendliche, deren Empfinden von Einsamkeit im mittleren oder gar hohen Bereich lag, eine signifikant höhere adjustierte Wahrscheinlichkeit für den Konsum von E-Zigaretten auf einer wöchentlichen Basis (adjustierte ORs 1,39; 95 %-KI 1,11–1,75; p = 0,005 bzw. 2,04; 95 %-KI 1,55–2,71; p < 0,001) als Jugendliche, die sich nur geringfügig einsam fühlten. (ac)
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