EAH Jena: Kräftiger Schub für KI-basierte Forschung29. November 2022 Funktionalität eines neuen OCT-Systems: Visualisierung haarfeiner und tiefenaufgelöster Information eines Libellenflügels. Foto.© EAH Jena/ Dennis Thelemann Die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena hat kürzlich eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von nahezu 800.000 € für den Aufbau eines Open Lab Frameworks für eine KI-basierte Interdomain Optische Kohärenztomographie (OCT)-Datenbildanalyse erhalten. Die drei Projektleiter stehen für die Interdisziplinarität des Vorhabens: Prof. Dirk Schmalzried lehrt und forscht im Bereich Wirtschaftsinformatik, Prof. Jens Bliedtner im Bereich Lasermaterialverarbeitung und Optiktechnologien sowie Prof. Iwan Schie im Bereich der Biomedizinischen Technik. Im Zuge des bewilligten Unternehmens ‘OpenLab KI – OpenLab für Datenanalyse und angewandte KI’ wird ein domänenübergreifendes Rahmenwerk für die Analyse und Verarbeitung von optischen tomographischen Bilddaten entwickelt. Es kann für die Untersuchung von Materialoberflächen im Bereich der Fertigung und Qualitätssicherung sowie im Bereich der Medizin, zum Beispiel für Untersuchungen von Haut- und Netzhautdaten, eingesetzt werden. Dieses Gerüst soll als Grundlage für eine interdisziplinäre Lehre in Datenkompetenzen in nahezu allen Fachbereichen der EAH Jena dienen. Durch Kooperation und Vernetzung mit der lokalen Firma Carl-Zeiss Meditec, den Forschungseinrichtungen der Leibniz-Institute für Photonische Technologie, Jena, den Kliniken des SRH Wald-Klinikums Gera, sowie lokalen Partnern der Wissenschaft und Translation wie InfectoGnostics Campus, Medways und SpectroNet werden anonymisierte Datensätze als Grundlage für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und für die wissenschaftliche Arbeit im Rahmen des Projektes zur Verfügung gestellt. In dem Vorhaben werden die in der medizinischen OCT -Datenanalyse etablierten Datenverarbeitungsansätze auf OCT-Daten von Rissen und Oberflächenschäden an Gläsern projiziert. Durch diese interdisziplinäre Übertragung können die anstehenden Probleme der Datenanalyse und Automatisierung in der Materialbearbeitung und Qualitätskontrolle direkt angegangen werden. Gleichzeitig wird die Modellgenerierung in der biomedizinischen Bildgebung durch die Verwendung domänenübergreifender Daten für spezifische analytische Anwendungen, zum Beispiel Signa-Rausch-Verhältnis und Auflösungsverbesserung, von dem interdisziplinären Ansatz profitieren. Auf diese Weise wird ein Rahmen für die Datenverarbeitung und -analyse von OCT-Bilddaten entwickelt, der im Ergebnis sowohl in optischen Fertigungsprozessen als auch in der biomedizinischen Diagnostik und Untersuchung eingesetzt werden kann. Überdies haben Prof. Bliedtner, Prof. Schie und Kollegen der Ernst-Abbe-Hochschule eine Förderung des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft in Höhe von nahezu 580.000 Euro zur Schaffung einer Infrastruktur für die Multiwellenlängen-OCT für die Materialbearbeitung und die biomedizinische Forschung erhalten. Zusammen werden die beiden Projekte die Etablierung der OCT in der Region Mitteldeutschland in den Bereichen Wissenschaft und Bildung unterstützen.
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