Echokardiographie-Kongress tagt zum 20. Mal in Leipzig1. Juni 2023 Will die Vorteile der Echokardiographie aufzeigen: UKL-Kardiologe Prof. Andreas Hagendorff, Leiter der Programmkommission des Deutschen Echokardiographie-Kongresses in Leipzig. Foto: ©Stefan Straube/UKL Echo- bzw. Ultraschalluntersuchungen des Herzens sind nach dem EKG eine der wichtigsten und häufigsten Routineuntersuchungen in der Kardiologie. Entsprechend groß ist der Stellenwert der Echokardiographie als einem Grundpfeiler der herzmedizinischen Diagnostik. Die Übung und Erfahrung, die dieses Verfahren erfordert, werden seit Jahren auf dem Echokardiographie-Kongress in Leipzig vermittelt – in diesem Jahr zum 20. Mal. Etwa 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet Prof. Andreas Hagendorff, Leiter der Programmkommission des Deutschen Echokardiographie-Kongresses, vom 1. bis zum 4. Juni im Leipziger KUBUS. Der erfahrene Kardiologe begleitet den Kongress seit seinen Anfängen und freut sich, jetzt das 20. Jubiläum feiern zu können. „Herzultraschall ist und bleibt eine der zentralen Diagnosemethoden zur Abklärung von Erkrankungen des Herzmuskels und der Klappen“, beschreibt der Leiter der Echokardiographie-Labore am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). Es ist zudem die für Patientinnen und Patienten ungefährlichste Untersuchungsmethode, die immer schnell verfügbar ist. „Auch im Hinblick auf die Bildqualität ist die Echokardiographie für den erfahrenen Anwender nach wie vor das beste Verfahren, um Beschwerden schnell abklären zu können“, erläutert Hagendorff. Der Bedarf daran ist sehr groß, allein am UKL werden im Jahr 10.000 bis 12.000 transthorakale Ultraschaluntersuchungen durchgeführt. Ergänzt wird dies durch etwa 3000 speziellere „Schluckechos“, bei denen die Ultraschalluntersuchung endoskopisch über die Speiseröhre direkt am Herzen erfolgt. Die Zahl der Untersuchungen in seinem Bereich steige seit Jahren, so Hagendorff. „Unsere heutigen besseren diagnostischen Möglichkeiten erfordern eben auch genauere Untersuchungen, um optimale Therapien einleiten und umsetzen zu können“, so der Kardiologe. Dabei haben sich die Möglichkeiten der kardiologischen Bildgebung in den letzten Jahren weit entwickelt, dank der Verbesserungen der allgemeinen Gerätetechnik, der Auswertungssoftware und der kardialen Darstellungsmöglichkeiten bis hin zur 3D-Echokardiographie. „Diese Breite der Verfahren, die auch einen hohen Zeiteinsatz im Erlernen erfordert, sollte sich sinnvoller Weise auch in einer Spezialisierung innerhalb der Kardiologie abbilden“, ist Hagendorff überzeugt. „Aber nur sehr wenige Kliniken haben dafür geeignete Lösungen wie beispielsweise wir am UKL mit einem eigenen spezialisierten Echokardiographie-Labor“, bedauert der Experte. Die Folge sei eine häufige und schnelle Inanspruchnahme von Großgeräten wie der Magnetresonanz- und Computertomographie, wobei letztere unter anderem auch mit Strahlenbelastungen für die Patientinnen und Patineten verbunden ist. Hagendorff plädiert für eine gezielte Wahl der Diagnose-Methoden unter starker Einbeziehung des Ultraschalls: „Es gibt viele Vorteile des MRT, des CT, aber eben auch des Echos. Das immer wieder aufzuzeigen ist das Anliegen unseres Kongresses.“ Der wird inzwischen bereits zum fünften Mal als Deutscher Echokardiographie-Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) ausgerichtet, und bietet am Sonntag auch wieder ein internationales Satelliten-Symposium (Hybrid-Veranstaltung: live und online) zum Austausch mit Experten über Ländergrenzen hinweg. Hagendorff: „Unser Ziel ist es, möglichst viele Kolleg:innen für den Ultraschall zu begeistern und sie in unseren zahlreichen Anwender-Formaten beim optimalen Einsatz in der Praxis zu unterstützen.“
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