Effektivere Therapie bei Herzschwäche und Vorhofflimmern: Teilnehmer für Herzstudie gesucht29. November 2024 Symbolfoto: ©MQ-Illustrations/stock.adobe.com Für eine Studie zur Wirksamkeit der Katheterablation bei Herzschwäche-Patienten mit Vorhofflimmern sucht das Deutsche Herzzentrum der Charité noch Teilnehmer. Das Ziel der Studie CABA-HFPEF-DZHK27 ist es, zu untersuchen, ob die Katheterablation den Gesundheitszustand verbessert und Krankenhausaufenthalte, das Schlaganfallrisiko sowie die Sterblichkeit reduziert. CABA-HFPEF-DZHK27 richtet sich an Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche und erhaltener oder leicht reduzierter Auswurffunktion (HFmrEF und HFpEF), die zusätzlich an Vorhofflimmern leiden. Bisher ist unklar, welche Therapie langfristig bessere Ergebnisse in Bezug auf Symptomkontrolle, Wohlbefinden, Sterblichkeit, Schlaganfälle und Krankenhausaufenthalte erzielt. „Durch eine Teilnahme können Betroffene aktiv die Forschung zur Verbesserung ihrer Versorgung unterstützen“, hebt das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) hervor, dass die Studie fördert. Studienleiter PD Dr. Abdul Shokor Parwani sagt: „Fast die Hälfte unserer Herzschwäche-Patienten leidet auch an Vorhofflimmern. Diese Kombination führt oft zu Krankenhausaufenthalten und verschlechtert den Zustand erheblich. Wir prüfen, ob die Katheterablation bessere Ergebnisse liefert als die übliche medikamentöse Behandlung.“ Ablauf der Studie In der Studie werden die Teilnehmer laut DZHK zufällig einer von zwei Gruppen zugeteilt: Eine Gruppe erhält eine Katheterablation, während die andere medikamentös behandelt wird. Beide Methoden entsprechen den aktuellen Leitlinien, und alle Patienten erhalten standardmäßig eine medikamentöse Herzschwächetherapie. Die Studienteilnehmer werden von festen Ansprechpartnern umfassend betreut. Nach einer ersten Kontrolle nach drei Monaten folgt eine ausführlichere Untersuchung nach zwölf Monaten mit EKG, 24-Stunden-EKG, Blutentnahme, Ultraschall und körperlicher Untersuchung. Zusätzliche Termine ohne Wartezeit sind bei Bedarf möglich. Telefonische Verlaufskontrollen finden nach sechs Monaten, nach 18 Monaten und anschließend alle sechs Monate bis zum Studienende nach vier Jahren statt.
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