EGFR-mutierter Nichtkleinzelliger Lungenkrebs mit Oligometastasen: Zusatz von Thoraxbestrahlung zu EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitoren verbessert Überleben

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Die multizen­trische, randomisierte klinische Phase-III-Studie Northern Radiation Oncology Group of China-002 konzentrierte sich auf Patienten mit EGFR-mutiertem Nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit Oligometastasierung.

Sie zeigt, dass bei solchen Patienten, die mit EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs) als Erstlinientherapie behandelt werden, eine gleichzeitige Thorax­bestrahlung (TRT) das PFS und OS vs. TKI allein verbessert. Dabei seien die Nebenwirkungen akzeptabel und verträglich, schildert das Team um Dr. Hongfu Sun von der Shandong Academy of Medical Sciences in Jinan, China.

In der TKI-plus-TRT-Gruppe erhielten die Teilnehmer 60 Gy auf den primären Lungentumor und positive regionale Lymphknoten. Die Strahlentherapie für Metastasen an anderen Stellen wurde von den Klinikärzten festgelegt.

Im Zeitraum 14.04.2016–25.02.2022 wurden insgesamt 118 Patienten in die Studie aufgenommen. Im Vergleich zur TKI-Monotherapie-Gruppe erreichte die TKI-plus-TRT-Gruppe ein signifikant besseres PFS (HR 0,57; p=0,004) und OS (0,62; p=0,029). Das mediane PFS beziffern die Autoren auf 10,6 Monate in der TKI-Mono­therapie-Gruppe und 17,1 Monate in der TKI-plus-TRT-Gruppe, das mediane OS auf 26,2 Monate respektive 34,4 Monate. Wie das Team ergänzt, zeigte die TKI-plus-TRT-Gruppe eine bessere lokale Kontrolle, jedoch einhergehend mit einer höheren Inzidenz schwerer Nebenwirkungen (11,9 % vs. 5,1 %). (sf)

Autoren: Sun H et al.
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Studie: Thoracic Radiotherapy Improves the Survival in Patients With EGFR-Mutated Oligo-Organ Metastatic Non-Small Cell Lung Cancer Treated With Epidermal Growth Factor Receptor-Tyrosine Kinase Inhibitors: A Multicenter, Randomized, Controlled, Phase III Trial
Quelle: J Clin Oncol 2025;43(4):412–421.
Web: doi.org/10.1200/JCO.23.02075