Ehrendoktorwürde für Prof. Klaus-Michael Debatin – Ulmer Krebsforscher ausgezeichnet8. September 2022 Der neu ernannte Ehrendoktor der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, Prof. Klaus-Michael Debatin (Mitte), mit der Uni-Rektorin Prof. Barbara Albert und Dekan Prof. Jan Buer. Foto: ©Andre Zelck Der Ärztliche Direktor der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Klaus-Michael Debatin, ist von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden. Gründe waren die Verdienste des Kinder- und Jugendmediziners in der Krebsforschung sowie sein Einsatz bei der Entwicklung des Bereichs Onkologie in der Essener Universitätsmedizin. Mitte August wurde Debatin durch den Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, Prof. Jan Buer, zusammen mit der Universitätsrektorin Prof. Barbara Albert bei einer Feierstunde als „Dr. h.c.“ ausgezeichnet. In seiner Laudatio lobte Prof. Martin Schuler, Direktor der Inneren Klinik, die Arbeit des Kinder- und Jugendmediziners. „Prof. Debatin richtet seine Forschung immer mit Blick auf die Patientinnen und Patienten aus. Qualität steht für ihn stets über Quantität. Sein alleiniges Ziel besteht in der Verbesserung der Heilungschancen für Krebskranke. Er nimmt damit eine Vorbildrolle für alle Krebsforschenden ein“, so Schuler, der auch als stellvertretender Direktor des Westdeutschen Tumorzentrums Essen (WTZ) fungiert. Im WTZ, das am Uniklinikum Essen angesiedelt ist, begleitet Debatin seit über einem Jahrzehnt als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats die Entwicklung des Forschungsschwerpunkts Onkologie und von neuen Methoden der Krebsbehandlung. Bei der Verleihung im Universitätsklinikum Essen revanchierte sich der Ausgezeichnete mit einem Festvortrag über „Zelltodmechanismen, therapeutische Konzepte und personalisierte Onkologie“.Der 1952 geborene Debatin gilt als herausragender Hochschulmediziner auf dem Gebiet der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie. Er verfasste wegweisende Veröffentlichungen zur Bedeutung des programmierten Zelltods bei der Tumorentstehung sowie als Ansatzpunkt für innovative Krebsdiagnostik und -therapien. Debatin leitet seit 1997 als Ärztlicher Direktor die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Ulm. Außerdem war er lange Jahre in der akademischen Selbstverwaltung aktiv, unter anderem als Dekan der Medizinischen Fakultät sowie als Vizepräsident der Universität Ulm. Der vielfach ausgezeichnete Mediziner koordiniert zudem den Ulmer Standort des Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ), das im kommenden Jahr an den Start gehen soll.
Mehr erfahren zu: "Fortgeschrittener dMMR-Darmkrebs: Zusätzliche Immuntherapie halbiert Rückfallrate" Fortgeschrittener dMMR-Darmkrebs: Zusätzliche Immuntherapie halbiert Rückfallrate Die ATOMIC-Studie liefert neue Erkenntnisse zu Kolorektalkarzinomen mit defekter DNA-Mismatch-Reparatur: Demnach verbessert eine Ergänzung der standardmäßigen adjuvanten Chemotherapie durch die Immuntherapie mit Atezolizumab die Behandlungsergebnisse deutlich.
Mehr erfahren zu: "Bundestag vereinfacht Anerkennung von ausländischen Medizinern" Bundestag vereinfacht Anerkennung von ausländischen Medizinern Vielerorts wird über Ärztemangel geklagt. Deshalb ist Deutschland zunehmend auf Mediziner aus dem Ausland angewiesen. Und die sollen ihre Arbeit schneller aufnehmen können als bisher.
Mehr erfahren zu: "Der unterschätzte Thymus: Neue Studien zeigen Relevanz für gesundes Altern" Der unterschätzte Thymus: Neue Studien zeigen Relevanz für gesundes Altern Wer eine gesunde Thymusdrüse hat, lebt länger und wird seltener krank. Außerdem sind Immuntherapien bei Patienten mit gesundem Thymus häufiger erfolgreich. Dies zeigen zwei internationale Studien unter Beteiligung der Universitätsmedizin […]