Eierstockkrebs: Extrazelluläre Vesikel aus peritonealen Fettstammzellen fördern das Fortschreiten stärker als Adipozyten24. März 2025 Foto: © SewcreamStudio/stock.adobe.com Eine neue Studie der Tongji-Universität, China, hat gezeigt, dass extrazelluläre Vesikel aus peritonealen Fettstammzellen (ADSCs) das Fortschreiten von Eierstockkrebs (OC) durch EGFR-NF-κB-Aktivierung stärker fördern als es Adipozyten tun. Die neue im Fachjournal „Genes & Diseases“ veröffentlichte Forschung eines Teams der Medizinischen Fakultät der Tongji-Universität, der Medizinischen Universität der Marine, der Medizinischen Fakultät der Shanghai-Universität und der Medizinischen Fakultät der Shanghai-Jiaotong-Universität konzentrierte sich auf peritoneale Fettstammzellen (ADSCs), eine Schlüsselkomponente des Tumormikromilieus, die maßgeblich zur Metastasierung von OC beitragen. Einfluss der Adipozyten geringer Die Forscher isolierten Adipozyten und ADSCs von OC-Patienten und stellten fest, dass ADSCs die OC-Proliferation und -Migration stärker förderten als Adipozyten. Insbesondere zeigte der epidermale Wachstumsfaktor (EGF), ein von ADSCs sezernierter Wachstumsfaktor, einen deutlich stärkeren Effekt auf die Proliferation und Migration von OC-Zellen als Leptin, ein wichtiges Zytokin, das von Adipozyten sezerniert wird. Darüber hinaus enthüllte die Transkriptomanalyse die funktionelle Bedeutung extrazellulärer Vesikel (EVs) bei der Vermittlung von Fernsignalen zwischen peritonealen ADSCs und OC-Zellen. Die Forscher fanden heraus, dass ADSC-EVs wichtige Signalmoleküle wie EGF und den epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR) zu OC-Zellen transportierten. Nach der Fusion aktivierten diese EVs wichtige tumorbildende Signalwege, darunter die EGFR-NF-κB-Signalachse, die bekanntermaßen Entzündungen, Immunreaktionen und das Krebswachstum reguliert. Interessanterweise zeigte die Studie zudem, dass die Blockierung der ADSC-EV-Produktion mit dem niedermolekularen Inhibitor GW4869 oder die Unterdrückung der EGFR-Expression mit shRNAs die durch ADSC-EVs induzierte Proliferation und Migration von OC-Zellen effektiv verhinderte. Therapeutischer Ansatz im Fokus Diese Ergebnisse legen laut den Forschern nahe, dass die gezielte Beeinflussung der EV-vermittelten Kommunikation zwischen ADSCs und OC-Zellen einen vielversprechenden therapeutischen Ansatz zur Eindämmung der OC-Metastasierung darstellen könnte. Angesichts der Komplexität und der hohen Sterblichkeitsrate bei fortgeschrittenem OC sind weitere In-vivo-Untersuchungen erforderlich, um die Rolle peritonealer ADSC-EVs bei der OC-Progression, Metastasierung und Arzneimittelresistenz zu bestimmen, betonen die Forscher. Zusammenfassend sagen sie, dass diese Erkenntnisse neue Wege für die Entwicklung wirksamerer OC-Behandlungen eröffnen könnten, indem sie die Stromazellen im peritonealen Mikroumfeld angreifen.
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