EinDollarBrille: Lowtech trifft Hightech im Deutschen Museum1. April 2026 Die EinDollarBrille wird mithilfe der Biegemaschine kostengünstig, lokal und ohne Strom hergestellt. Interessierte können im SCLab des Deutschen Museums in München verfolgen, wie aus Federstahldraht die funktionalen, widerstandfähigen Brillen entstehen. Foto: © EinDollarBrille Der Verein EinDollarBrille demonstriert im Science Communication Lab des Deutschen Museums, wie eine einfache Lösung Millionen benachteiligten Menschen weltweit den Zugang zu professioneller Augenversorgung ermöglicht. Eine Mitmachaktion lädt dazu ein, Minibrillen selbst herzustellen. Wenn Lowtech auf Hightech trifft, entstehen oft die spannendsten Geschichten. Vom 4. bis 8. April 2026 präsentiert sich die EinDollarBrille im Science Communication Lab (SCLab) des Deutschen Museums in München. Die Besucher können hautnah nachvollziehen, wie eine einfache Lösung weltweit Millionen Menschen gutes Sehen ermöglicht. Lowtech mit großer Wirkung Die EinDollarBrille, entwickelt von dem deutschen Lehrer Martin Aufmuth, ist eine kostengünstige, lokal hergestellte Brille. Sie kommt ohne Strom oder teure Maschinen aus. Seit Gründung der gleichnamigen Organisation 2012 wurde bereits mehr als eine Million Menschen in Entwicklungsländern mit dieser Lowtech-Innovation versorgt. „Unser Ziel ist es, vermeidbare Sehbehinderungen zu bekämpfen – und das mit einfachsten Mitteln“, erklärt Aufmuth. Hightech-Umfeld für Lowtech-Innovationen Das SCLab des Deutschen Museums ist der ideale Ort, um diese Geschichte zu erzählen. Während im SCLab normalerweise aktuelle Wissenschaft und Hightech-Innovationen in interaktiven Formaten vermittelt werden, wird bei dieser Aktion deutlich, dass auch einfachste Ideen größte Wirkungen entfalten können. „Hier zeigen wir, dass Fortschritt nicht immer komplex sein muss. Die EinDollarBrille ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Lowtech-Lösungen globale Probleme angehen können “, erzählt Judith Gabel, Leiterin des SCLab. „Die EinDollarBrille steht für alles, wofür das Science Communication Lab steht: Wissenschaft lebendig, greifbar und für alle zugänglich zu machen. Wir freuen uns, die EinDollarBrille bei uns zu Gast zu haben und deren Ansatz unseren Besuchenden zu präsentieren. “ Auf der Fläche des SCLab bietet die EinDollarBrille drei Stationen: Ein Blick in die Praxis: Der Nachbau eines GoodVision Augencamps aus den Programmländern gibt Einblicke, wie Menschen den Zugang zu kostenlosen Sehtests und bezahlbaren Brillen von eigens ausgebildeten Fachkräften erhalten. Erfahren und Wissen: Am Infostand können Besucherinnen und Besucher in den Austausch gehen. Zudem können sie erfahren, wie aus einer einfachen Idee eine wirkungsvolle soziale Innovation wurde – inklusive Demo zur Brillenfertigung auf der Biegemaschine. Interessierte können verfolgen, wie aus Federstahldraht die funktionalen, widerstandfähigen Brillen entstehen. Aktiv werden: Das Team der EinDollarBrille bietet während des Aktionszeitraums täglich eine Mitmachaktion zum Selberbiegen von Minibrillen. Diese dürfen anschließend mitgenommen werden – für große und kleine Biegebegeisterte. René von Künßberg, Leiter Optik und Produktion der EinDollarBrille, fasst zusammen: „Für uns ist die Präsenz im Deutschen Museum die Chance, unsere Mission einem neuen Publikum näherzubringen. Wir hoffen, dass Besucher:innen nicht nur die Brille kennenlernen, sondern auch die größeren Zusammenhänge verstehen – und wie wir über einfache, nachhaltige Lösungen globale Herausforderungen angehen können.“ Die an das SCLab angrenzende Sonderausstellung ‚Planetary Health – Am Puls von Mensch und Planet‘ knüpft thematisch eine hervorragende Verbindung zu nachhaltiger Entwicklung. Die Ausstellung zeigt, wie eng die Gesundheit von Mensch und Erde miteinander verflochten sind – und was geschieht, wenn dieser gemeinsame Rhythmus aus dem Takt gerät. Am 7.4. findet in den Räumen des Labors und im Auditorium eine Abendveranstaltung der EinDollarBrille statt – mit Vorträgen zur aktuellen Arbeit in den Programmländern und der Demonstration der erfolgreich eingeführten, eigens entwickelten Patienten-App, die inzwischen auch Telerefraktion beinhaltet. Interessierte können sich bei der EinDollarBrille für eine persönliche Teilnahme direkt anmelden.
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