Eine Million Euro für die Erforschung der Demenz26. Februar 2021 Dr. Manfred Lautenschläger (© MLP) Die Manfred Lautenschläger-Stiftung fördert ein Projekt zur Demenzforschung am Universitätsklinikum Heidelberg mit einer Million Euro. Dies hat Mäzen Dr. Manfred Lautenschläger bekannt gegeben. Die Forschung geht davon aus, dass der Zeitpunkt einer Alzheimer-Früherkennung essenziell ist: In einem möglichst frühen Stadium der Erkrankung könnten Präventionsmaßnahmen beziehungsweise eine potenzielle Behandlung dazu beitragen, ein Fortschreiten der Alzheimer-Demenz zu beeinflussen. Um diesem Ziel näher zu kommen, wollen die Wissenschaftler Anfangsstadien der Alzheimer-Erkrankung im Tiermodell unetrsuchen. Sie konzentrieren sich in den Arbeiten auf jene Hirnregionen, die sowohl beim Menschen als auch im Tiermodell frühzeitig betroffen sind und sich als milde Gedächtnisstörungen manifestieren. Im Mausmodell sind Untersuchungen auf Zell-, Netzwerk- und Verhaltensebene simultan möglich. Diese Studien sollen die Zelltypen identifizieren, deren Funktion bereits gestört ist, bevor die ersten Symptome eindeutig erkannt werden können. Diese Ergebnisse aus der Grundlagenforschung sind Voraussetzung für die Identifizierung von neuen Biomarkern für frühe Krankheitsstadien. Auch lassen sich bestimmte Nervenzellen bisher nur im Labor gezielt anregen. Die Forscher versprechen sich dadurch Erkenntnisse, inwieweit eine eingeschränkte Zellfunktion und die damit einhergehende Gedächtnisstörung verbessert werden können. Die präklinischen Forschungsarbeiten zu Alzheimer stehen unter Federführung von Prof. Hannah Monyer, Ärztliche Direktorin der Abteilung für Klinische Neurobiologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Die Untersuchungen zu Biomarkern für frühe Phasen von Demenzen werden von Prof. Martin Bendszus, Ärztlicher Direkter der Abteilung Neuroradiologie, und Prof. Wolfgang Wick, Ärztlicher Direktor der Abteilung Allgemeine Neurologie der Neurologischen Klinik, geleitet.
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