Einhaltung der PAP-Therapie bei OSA während der COVID-19-Pandemie: Objektiv stärkere Nutzung in einer Untergruppe

BANGKOK (Biermann) – Die COVID-19-Pandemie hat über viele Indikationen hinweg Patienten vor Herausforderungen gestellt. Wie es bei Personen mit Obstruktiver Schlafapnoe (OSA) in dieser Zeit um die Einhaltung ihrer Therapie mit positivem Atemwegsdruck (PAP) bestellt war, hat eine Arbeitsgruppe in einer Auswertung von Daten aus dem Excellence Center for Sleep Disorders am King Chulalongkorn Memorial Hospital in Bangkok (Thailand) herauszufinden versucht.

Für die Querschnittstudie rekrutierte man dort Patienten mit anhaltender PAP-behandelter OSA und sammelte Informationen zur PAP-Adhärenz vor und während der COVID-19-Pandemie. Außerdem werteten die Forschenden Prä- und Post-Test-Fragebögen zu den Kenntnissen der Patienten über COVID-19, OSA und PAP vor und nach einer Tele-Schulung aus.

Die Mehrheit (72 %) der insgesamt 156 Patienten litt an einer schweren OSA. Die Betroffenen gaben an, dass es keinen signifikanten Unterschied in der PAP-Nutzung (gerechnet nach h pro Tag) vor der Pandemie im Vergleich zu während der Pandemie gab (p=0,45). Allerdings, so berichten die Studienautoren, hatte in der Untergruppe von Patienten mit dem höchsten Bildungsabschluss (höher als Bachelor) die PAP-Nutzung während der Pandemie zugenommen (mittlere Differenz 0,23±0,10; 95 %-KI 0,02–0,40; p=0,03). Objektive Daten zum PAP-Einsatz zeigten jedoch einen Trend zu einer verstärkten Verwendung im Vergleich von vor zu während der Pandemie (4,64±1,49 vs. 5,12±1,41; mittlere Differenz 0,48±1,33; 95 %-KI 0,13–10,90; p=0,12). In Bezug auf das Basis­wissen über OSA, PAP und COVID-19 ergab sich nach der Tele-Schulung eine signifikante Verbesserung (p<0,001). (ac)

Autoren: Tepwimonpetkun C et al.
Korrespondenz: N. Chirakalwasan; [email protected]
Studie: Positive airway pressure therapy adherence for obstructive sleep apnea during the COVID-19 pandemic
Quelle: Sleep Breath 2022;26(3):1193–1199.
doi: 10.1007/s11325-021-02509-7