Eiseninfusion bei Herzinsuffizienz: Schutz vor nichtkardialen Hospitalisierungen?

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Bei Patienten mit Herzinsuffizienz (HF) und Eisenmangel kann die Eisensupplementation mit intravenöser (i.v.) Eisen(III)-Derisomaltose (FDI) vermutlich die Widerstandsfähigkeit oder Resilienz gegenüber einem breiten Spektrum von gesundheitlichen Problemen stärken. Das stellt eine aktuelle Analyse von Daten der randomisierten Studie IRONMAN unter Beweis.

Darin wurden die Ursachen für Krankenhausaufenthalte und Todesfälle bei HF-Patienten (LVEF ≤45%) mit Eisenmangel (Transferrinsättigung <20% oder Serumferritin <100 μg/l) verglichen, die entweder i.v. FDI (n=568) oder die Standardbehandlung (n=569) erhalten hatten. Während der medianen Nachbeobachtungszeit von 2,7 Jahren (Q1–Q3: 1,8–3,6). führte FDI zu einer ähnlichen Verringerung der kardiovaskulären und nichtkardiovaskulären Krankenhausaufenthalte, die kardiovaskuläre und Gesamtmortalität unterschied sich jedoch nicht zwischen den Gruppen.

Konkret stellten die Studienverantwortlichen fest, dass die Patienten, die in die FDI randomisiert wurden, im Vergleich zu jenen mit üblicher Versorgung weniger ungeplante Krankenhausaufenthalte hatten (RR 0,83; 95%-KI 0,71–0,97; p=0,02).

Die Verringerung war ähnlich für Krankenhausaufenthalte wegen kardiovaskulären (RR 0,83; 95%-KI 0,69–1,01) und nichtkardiovaskulären (RR 0,83; 95%-KI 0,67–1,03) Ursachen sowie für Hospitalisierungen aufgrund von HF (RR 0,78; 95%-KI 0,60–1,00), Atemwegserkrankungen (RR 0,70; 95%-KI 0,53–0,97) oder Infektionen (RR 0,82; 95%-KI 0,66–1,03).

HF war die Hauptursache für 26% der Krankenhausaufenthalte und trug in weiteren 12% der Fälle zur Hospitalisierung bei. Infektionen waren die Ursache oder Begleiterscheinung bei 38% aller Krankenhausaufenthalte, darunter 27% der Krankenhausaufenthalte wegen HF. Die Muster der kardiovaskulären und der Gesamtmortalität waren bei den Patienten, die der FDI oder der üblichen Behandlung zugewiesen wurden, ähnlich.

Fazit
In der IRONMAN-Studie führte FDI zu einer ähnlichen Verringerung der kardiovaskulären und nichtkardiovaskulären Krankenhausaufenthalte, was darauf hindeutet, dass die Behebung eines Eisenmangels die Widerstandsfähigkeit oder Resilienz gegenüber einem breiten Spektrum von gesundheitlichen Problemen erhöhen könnte, die bei Patienten mit Herzinsuffizienz zu Krankenhausaufenthalten führen.  (ah)

Autoren: Cleland JGF et al.
Korrespondenz: John G.F. Cleland; [email protected]
Studie: Adjudication of Hospitalizations and Deaths in the IRONMAN Trial of Intravenous Iron for Heart Failure
Quelle: J Am Coll Cardiol 2024;84(18):1704–1717.
Web: https://doi.org/10.1016/j.jacc.2024.08.052