Else Kröner Clinician Scientist: Förderung von Professuren in der Neurologie und Neuroradiologie

Apl. Prof. Philipp Vollmuth (l.) und Jun.-Prof. Timo Uphaus. (Fotos: © Tobias Schwerdt /www.schwerdt-fotografie.de; © Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg Universität Mainz, Klinik und Poliklinik für Neurologie)

Im vergangenen Jahr hat die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) erneut drei Else Kröner-Clinician-Scientist-Professuren ausgeschrieben. Zwei der mit bis zu einer Million Euro dotierten Förderungen gehen an neurologisch forschende Wissenschaftler.

So erhält Prof. Philipp Vollmuth für seine Forschung am Universitätsklinikum Heidelberg eine Förderung von einer Million Euro, um mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) bildgebende Verfahren bei der Diagnostik von Hirntumoren und Schlaganfällen zu unterstützen.

„In der modernen Medizin, insbesondere im Bereich der radiologischen Bildgebung, werden massenweise Daten produziert – so viele, dass die Auswertung der Bilder durch Ärztinnen und Ärzte eine zunehmend zeit- und personalintensive Herausforderung darstellt”, erklärte Vollmuth. „Wir wollen durch den Einsatz von KI Synergieeffekte erzielen, indem wir Tätigkeiten, die am besten von KI-Algorithmen ausgeführt werden können, mit jenen kombinieren, die sich am besten für Mediziner eignen.” Im Rahmen der W3-Stiftungsprofessur sollen dafür neuartige KI-gestützte Analyseverfahren für die radiologische Diagnostik entwickelt werden. Die finale medizinische Entscheidung verbleibt aber auch weiterhin bei den Ärztinnen und Ärzten und die KI übernimmt primär die Rolle des Wegweisers und Unterstützers.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Jun.-Prof. Timo Uphaus, Klinik für Neurologie, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Funktion und Zusammenspiel zwischen Blut-Hirn-Schranke und neuronaler Erregbarkeit als Therapie-Strategien bei zerebraler Ischämie und zentraler Autoimmunität erforscht.

Aus den gewonnenen Erkenntnissen sollen neuroprotektive Therapieansätze entwickelt werden, deren Wirksamkeit in randomisierten klinischen Studien erprobt wird. Ziel ist es, innovative Therapiestrategien zur Behandlung der MS und des Schlaganfalls zu entwickeln und deren Anwendung in der klinischen Praxis zu ermöglichen.