Endometriose: Neue Erkenntnisse zur Entwicklung nichthormoneller Therapien

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Neue Forschungsergebnisse der Michigan State University, USA, könnten zur Entwicklung neuer nichthormoneller Therapien für Endometriose-Patientinnen führen.

Die neue Studie von Prof. Asgerally Fazleabas von der Michigan State University, College of Human Medicine, liefert nach Angaben der Wissenschaftler eine Grundlage für das Verständnis der Signale beziehungsweise der Wechselwirkung zwischen den Makrophagenzellen des Immunsystems und den Zellen in Endometriose-Herden. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „iScience“ veröffentlicht.

Epithel kommuniziert selektiv

Die Wissenschaftler konnten darin zeigen, dass das Epithel selektiv mit den Makrophagen kommunizieren und deren Funktion im Immunsystem verändern kann. Makrophagen sind im Allgemeinen Immunzellen, deren Aufgabe es ist, den Körper zu schützen, indem sie schädliche Substanzen erkennen und entfernen, Entzündungen kontrollieren und die Gewebereparatur unterstützen, erklären die Autoren.

„Makrophagen können jedoch verschiedene Formen annehmen“, so Fazleabas. „Wir haben in dieser Arbeit gezeigt, dass die Epithelzellen mit den Makrophagen kommunizieren können“, schlussfolgert Fazleabas. „Unsere Hypothese ist, dass ihre Kommunikation möglicherweise ein Umfeld schafft, das die Entwicklung der Krankheit begünstigt.“ Dieses grundlegende Verständnis der zellulären Kommunikation bildet laut Fazleabas die Grundlage für weitere Forschung, die zu besseren Therapien zur Behandlung von Endometriose führen könnte.