Endometriumkarzinom: Vorhersage des Differenzierungsgrades durch MRT13. August 2018 Foto: © JosLuis – Fotolia.com Tiefe myometriale Infiltrationen und Karzinom/Uterus-Volumenratios > 0,13 in der MRT korrelieren mit einem höhergradigen Endometriumkarzinom. Dies berichten italienische Wissenschaftler in ihrer im „European Journal of Radiology“ veröffentlichten Studie. Zwischen September 2011 und November 2016 untersuchten die Autoren 90 Patientinnen mit histologisch nachgewiesenem Endometriumkarzinom, die in ihrer Einrichtung sowohl eine präoperative MRT, als auch eine anschließende Operation ihres Endometriumkarzinoms erhalten hatten. Retrospektiv beurteilten sie die Infiltration des Myometriums (</>50%) und kalkulierten die Karzinom- und Uterusvolumina, anhand derer sie die Ratios berechneten. Mithilfe der gängigen Software erstellten die Forscher weiterhin Apparent Diffusion Coefficient (ADC)- Karten und Histogrammanalysen. Im Anschluss verglichen sie die MRT-Parameter mit dem, durch die Pathologie angegebenen, histologischen Grad (G1=28 Patienten, G2=29, G3=33). Eine tiefe myometriale Infiltration wurde bei G2-G3 Läsionen signifikant häufiger beobachtet, als bei G1 (p<0,005). Die Karzinom/Uterus-Volumenratios waren für höhergradige Neoplasien signifikant größer (durchschnittlich 0,08 für G1, 0,16 für G2 und 0,21 bei G3; p=0,002 für G1 vs. G2-G3). Ein Schwellenwert von 0,13 ermöglichte die Unterscheidung von G1 gegenüber G2-G3 Läsionen mit einer Sensibilität von 50% und Spezifität von 89%. ADC-Werte zeigten in Bezug zum Tumorgrad keine statistische Signifikanz und scheinen daher zur Vorhersage des EC-Grades nicht hilfreich zu sein. Autoren: Bonatti M et al. Korrespondenz: Department of Radiology, Bolzano Central Hospital, 5 Boehler Street, 39100 Bolzano, Italy, [email protected] Studie: Prediction of histological grade of endometrial cancer by means of MRI Quelle: Eur J Radiol 2018;103:44-50. http://dx.doi.org/10.1016/j.ejrad.2018.04.008
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