Energie-reduzierte mediterrane Ernährung kann Diabetesrisiko senken4. März 2026 Eine kalorienreduzierte mediterrane Ernährung kann sich positiv auf das Diabetesrisiko auswirken. Symbolbild: AI Art/stock.adobe.com Personen mit Metabolischem Syndrom und Übergewicht oder Adipositas haben eine höheres Risiko für Typ-2-Diabetes. Eine kalorienreduzierte mediterrane Ernährung in Kombination mit gesteigerter körperlicher Aktivität kann das Diabetesrisiko reduzieren. Eine mediterrane Ernährung wird allgemein als gesündere Alternative zu einer westlichen Ernährung (Western Diet) angesehen. Ein spanisches Forschungsteam hat untersucht, ob eine Energie-reduzierte mediterrane Ernährung (erMedDiet) plus körperliche Aktivität die Diabetesinzidenz im Vergleich zu einer standarisierten mediterranen Ernährung senken kann. Die Ergebnisse zeigen: Eine intensive Intervention auf Basis der MedDiet mit zusätzlicher Kalorienreduktion und gesteigerter körperlicher Aktivität war wirksamer als eine Empfehlungen zu einer MedDiet ad libitum allein, um die Diabetesinzidenz bei übergewichtigen oder adipösen Personen mit Metabolischem Syndrom zu senken. Kalorienreduktion und mehr Bewegung Die vordefinierte Sekundäranalyse der randomisierten, kontrollierten, verblindeten PREDIMED-Plus-Studie an 23 Studienzentren in Spanien umfasste 4746 Erwachsene im Alter von 55–75 Jahren mit Metabolischem Syndrom und Übergewicht oder Adipositas ohne bestehende kardiovaskuläre Erkrankung oder Diabetes. Die Forschenden randomisierten die Teilnehmenden im Verhältnis 1:1 in eine Interventions- und Kontrollgruppe. Die Interventionsgruppe erhielt eine erMedDiet mit einer Kalorienreduktion von 600 kcal pro Tag, in Kombination mit gesteigerter körperlicher Aktivität und verhaltensorientierten Strategien zur Gewichtsreduktion. Die Kontrollgruppe bekam lediglich die Empfehlung zu einer MedDiet ad libitum. Die Definition der Diabetesinzidenz basierte auf den Kriterien der American Diabetes Association. Anthropometrische Messungen erfolgten jährlich. Mithilfe von Cox-Regressionen beurteilten die Autoren den Effekt der Intervention. Intervention effektiver als Standardempfehlung Während des sechsjährigen Interventionszeitraumes betrug das absolute Diabetesrisiko 12,8 Prozent (95 %-KI 11,0–14,5) in der Kontrollgruppe (309 Fälle) und 10,3 Prozent (95 %-KI 8,8–11,8) in der Interventionsgruppe (233 Fälle). Das entspricht einer Reduktion des absoluten Risikos um -2,5 Prozent (95 %-KI -4,7 bis -0,3). Unter Einbeziehung des verlängerten Nachbeobachtungszeitraums über den Interventionszeitraum hinaus (zwischen >6 Jahren und 8,6 Jahren) war die Diabetesinzidenz in der Interventionsgruppe (280 Fälle) um 31 Prozent (95 %-KI, 18–41) niedriger als in der Kontrollgruppe (349 Fälle). Die Forschenden schlussfolgern, dass die Interventionsgruppe eine bessere Ernährungs-Adhärenz und höhere körperliche Aktivitätsniveaus erreichte. Diese gingen mit einer stärkeren Reduktionen von Körpergewicht und Taillenumfang einher. (hsp/BIERMANN)
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