Energiekrise: Hilfsmittelbranche fordert in staatliche Hilfen miteinbezogen zu werden7. Oktober 2022 Bild: studio-v-zwoelf – stock.adobe.com Die Hilfsmittelbranche begrüßt das Energiekostendämpfungsprogramm der Regierung und fordert, dass auch Sanitätshäuser und Gesundheitshandwerke berücksichtigt werden sollen. “Wir versorgen Deutschland” (WvD) begrüßt die Ankündigung des Bundeswirtschaftsministeriums, das Energiekostendämpfungsprogramm für den Mittelstand und insbesondere auf Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen zu erweitern, die ihre gestiegenen Kosten nicht weitergeben können. Das Gesundheitshandwerk und die Sanitätshausbetriebe müsten jedoch bei der Ausgestaltung der neuen Programmlinie dringend einbezogen werden. “Seit zweieinhalb Jahren sieht sich die Hilfsmittelbranche bundesweit massiven Mehrbelastungen ausgesetzt, welche die Existenz der Betriebe und damit die Versorgung der Bevölkerung mit medizinischen Hilfsmitteln gefährden. Den Unternehmen der Branche ist dabei eine Weitergabe etwa der stark gestiegenen Gas- und Stromkosten aufgrund der langfristigen Vertragsstrukturen im Gesundheitswesen nicht möglich “, verdeutlichen Kirsten Abel und Patrick Grunau, Generalsekretäre von WvD .” Bei der Ausgestaltung der neuen Programmlinie des Energiekostendämpfungsprogrammes sowie bei künftig geplanten Unterstützungsprogrammen müssen die Hilfsmittelleistungserbringer daher angemessen berücksichtig werden .” Bereits durch die Corona-Pandemie sei es zu stark gestiegenen Fracht- und Materialkosten sowie gestörten Lieferketten gekommen, so Abel und Grunau. Zugleich wurden die Hilfsmittelleistungsbringer bei der Ausgestaltung der Coronamaßnahmen und zugehörigen Hilfspakete trotz der großen Bedeutung ihrer Versorgungsleistungen für die Bevölkerung nur unzureichend berücksichtigt. Diese Fehler dürften sich nicht wiederholen. “Die mittelständischen Betriebe der Branche sind am Limit, nur mit einer schnellen Entlastung kann eine hochwertige und wohnortnahe Hilfsmittelversorgung der Menschen in Deutschland gesichert werden “, unterstreichen Abel und Grunau. Diese Position unterstützt auch die Deutsche Gesellschaft für interprofessionelle Hilfsmittelversorgung e. V. (DGIHV). Sie fordert die Politik in einer Erklärung ebenfalls zum schnellen Handeln auf. Zugleich startet sie unter dem Hashtag #hilfefürhilfsmittel eine Social-Media-Aktion, um auf die aktuellen Herausforderungen der Betriebe in der Patientenversorgung aufmerksam zu machen.
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