Engagement zur Zukunftssicherung der Orthopädietechnik-Branche22. März 2022 Bild: Seventyfour – stock.adobe.com Die Rehavital, eine Verbundgruppe im Markt medizinischer Hilfsmittel mit derzeit 115 Mitgliedsunternehmen, setzt seit 1. Januar 2022 auf eine Bildungs- und Transferpartnerschaft mit der PFH Private Hochschule Göttingen im Studiengang Orthobionik. Damit möchte der Verbund eigenen Angaben zufolge die Verzahnung von beruflicher und akademischer Bildung im Gesundheitswesen fördern und dem Fach- und Führungskräftemangel in der Wachstumsbranche Orthopädietechnik entgegentreten. “Bislang gibt es keinen vergleichbaren Studiengang, der handwerkliche Ausbildung und Studienabschluss im Bereich der Orthobionik miteinander verbindet. Diesen Bildungsweg möchten wir fördern und darüber hinaus auch die Möglichkeit schaffen, Fach- und Führungskräfte für unsere Mitgliedsunternehmen zu gewinnen“, begründet Jens Sellhorn, Geschäftsführer der Rehavital, das Engagement im Studiengang Orthobionik. Der achtsemestrige, interdisziplinär angelegte Bachelorstudiengang Orthobionik vereint praktisches Know-how aus der Orthopädietechnik und den Wissenschaften Medizin, Biomechanik, Werkstoffkunde, Ingenieurwissenschaften sowie Management. Er bereitet Studierende auf die eigenverantwortliche und komplexe orthopädietechnische Versorgung mit Orthesen, Prothesen und weiteren Hilfsmitteln direkt am Patienten vor, erklären die Partner. Förderung von Talenten und Nachwuchskräften “Wir freuen uns, dass wir mit der rehaVital einen Partner an Bord haben, der stellvertretend für seine Mitgliedsbetriebe an deutschlandweit über 600 Standorten unser Studien-Angebot wahrnimmt und dieses nun aktiv mitgestalten und finanziell unterstützen wird“, sagt Prof. Frank Albe, Präsident der PFH. Neben der finanziellen Beteiligung wollen die beiden Partner auch inhaltlich eng zusammenarbeiten: über den Einsatz von ausgewählten Rehavital-Praxisreferent:innen im Studium, bei der Entwicklung neuer Studiengangsangebote bis hin zu gemeinsamen Workshops – u. a. unter Einbindung des „Next Generation Network“, dem Netzwerk für die Nachwuchsförderung der Mitgliedsbetriebe des Verandes. “Mit dem Fachkräftemangel einher geht auch das Thema Unternehmensnachfolge, das für viele unserer Mitgliedsunternehmen immer schwieriger zu bewältigen ist. Dafür wollten wir eine zukunftsgerichtete Lösung finden“, betont Detlef Möller, Aufsichtsratsvorsitzender der Rehavital und Geschäftsführer der Stolle Sanitätshaus GmbH & Co. KG. “Die Zusammenarbeit mit der PFH bietet unserer Verbundgruppe die Möglichkeit, junge Talente und Nachwuchskräfte zu identifizieren, zu fördern und sie für die Mitarbeit in unseren Mitgliedunternehmen langfristig zu begeistern”, ergänzt Alexander Pohl, Mitglied des Aufsichtsrates und Gesell. Geschäftsführer der Häussler Technische Orthopäde GmbH, Ulm. Aktive Problemlöser bereits im Bachelorstudium Neben dem demografischen Wandel sorgen auch die Digitalisierung und eine hohe Dynamik im Bereich der medizintechnischen Innovationen für steigende Ansprüche bei der Ausbildung in der Technischen Orthopädie. Mit dem Bachelor-Studiengang Orthobionik hat die PFH Private Hochschule Göttingen bereits 2011, auf Initiative von Prof. Hans-Georg Näder, ein deutschlandweit einzigartiges akademisches Qualifikationsangebot entwickelt. “Dreh- und Angelpunkt für die Studierenden ist das “ZHT Zentrum für Healthcare Technology” in der Universitätsmedizin Göttingen. Auf über 800 Quadratmetern Fläche stehen über zwei Ebenen eine moderne orthopädietechnische Werkstatt, ein Ganglabor, Plätze zur Patientenversorgung sowie Seminar- und Büroräume zur Verfügung. Der staatlich anerkannte Studiengang zeichnet sich mit 20 Studierenden pro Jahr durch seine optimale Betreuungssituation aus. Inzwischen haben mehr als 120 Absolvent:innen das Bachelorprogramm erfolgreich abgeschlossen und gehen ihren beruflichen Weg in der Patientenversorgung, im Management von Sanitätshäusern, in der Forschung und Entwicklung oder im Produktmanagement in der Industrie”, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung von Verband und Hochschule.
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