Eosinophile Ösophagitis: Aktualisierte Empfehlungen zu Diagnose und Behandlung8. Mai 2025 © gpointstudio – stock.adobe.com (Symbolbild) Die Eosinophile Ösophagitis (EoE) ist eine chronische, Typ-2-inflammatorische Erkrankung der Speiseröhre. Sie wird diagnostiziert, wenn Symptome einer Funktionsstörung und ein überwiegend eosinophiles Infiltrat im Ösophagus vorliegen. Die Häufigkeit und Prävalenz der Erkrankung nimmt rapide zu und sie wird in gastroenterologischen und allergologischen Praxen, in Notaufnahmen und in der Primärversorgung festgestellt. Da die EoE chronisch verläuft, muss die Behandlung im Allgemeinen langfristig erfolgen. In den letzten 10 Jahren kam es zu einem Paradigmenwechsel in der Diagnose und Behandlung der EoE sowie zu einer Erweiterung des Wissens über Risikofaktoren, den Krankheitserlauf und die Pathogenese sowie zur Entwicklung validierter Messgrößen für die Ergebnisse. Diese aktualisierte klinische Leitlinie des American College of Gastroenterology stützt sich auf die Methodik des Grading of Recommendations, Assessment, Development und Evaluation, um Empfehlungen für die Bereiche Diagnose, Behandlung, Überwachung und Beurteilung des Ansprechens sowie pädiatriespezifische Erwägungen zu geben. Protonenpumpeninhibitoren, topische Steroide, empirische Eliminierung von Nahrungsmitteln, Biologika und eine Ösophagusdilatation sind allesamt empfohlene Behandlungen. Eine Ernährungstherapie wird oft bei Kindern mit Nahrungsmittelaversion oder Nahrungsaufnahmestörung ergänzend eingesetzt. Die Überwachung mit klinischen, endoskopischen und histologischen Untersuchungen wird empfohlen, um das Ansprechen auf die Behandlung zu beurteilen und die Patienten über einen längeren Zeitraum mit einer Erhaltungstherapie zu begleiten. Zudem sollten bei der Bewertung und Überwachung von Patienten mit EoE sowohl die inflammatorischen als auch die fibrostenotischen Aspekte der Erkrankung bewertet und kontrolliert werden, so die aus der Leitlinie abgeleiteten Vorschläge der Experten. (bi) Autoren: Dellon ES et al.Korrespondenz: Evan S. Dellon; [email protected]Studie: ACG Clinical Guideline: Diagnosis and Management of Eosinophilic EsophagitisQuelle: Am J Gastroenterol 2025;120(1):31–59.Web: https://doi.org/10.14309/ajg.0000000000003194
Mehr erfahren zu: "Intensive Blutdrucksenkung bei Hochrisikopatienten: Wie praktikabel ist das 120-mmHg-Ziel?" Weiterlesen nach Anmeldung Intensive Blutdrucksenkung bei Hochrisikopatienten: Wie praktikabel ist das 120-mmHg-Ziel? Für Hochrisikopatienten wird die konsequente Senkung des systolischen Blutdrucks auf Werte unter 120 mmHg empfohlen. Doch ist dieses Ziel realistisch umsetzbar?
Mehr erfahren zu: "Postpartale Hypertonie: Modifizierbare Faktoren relevanter als genetisch bestimmtes Risiko" Weiterlesen nach Anmeldung Postpartale Hypertonie: Modifizierbare Faktoren relevanter als genetisch bestimmtes Risiko Eine kürzlich publizierte Kohortenstudie verdeutlicht, dass die Gene einen relevanten Beitrag zur Entwicklung eines Bluthochdrucks zwei bis sieben Jahre nach einer Schwangerschaft spielen – wenn auch einen deutlich geringeren als klinische […]
Mehr erfahren zu: "Blutdrucksenkung bei CKD: Kardiovaskulärer Nutzen über alle Krankheitsstadien konsistent" Weiterlesen nach Anmeldung Blutdrucksenkung bei CKD: Kardiovaskulärer Nutzen über alle Krankheitsstadien konsistent Der relative Nutzen einer Blutdrucksenkung im Hinblick auf die Senkung des kardiovaskulären Risikos ist bei Patienten mit und ohne chronische Nierenkrankheit (CKD) ähnlich – und zwar über das gesamte Spektrum […]