Eosinophile Ösophagitis: Eliminierung von Triggern

two-food-group elimination diet = TFGED
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Zahlreiche Ernährungseinschränkungen sowie Endoskopien limitieren bei Patienten mit eosinophiler Ösophagitis die Durchführung empirisch gesicherter Ausschlussdiäten.

Milch und Weizen/Gluten gelten als die am weitesten verbreiteten Auslöser. Ein Team spanischer Gastroenterologen hat kürzlich die Ergebnisse einer Studie zur Wirkung eines diätetischen Step-up Verfahrens auf eosinophile Ösophagitis publiziert. Die Autoren führten eine prospektive Untersuchung in 14 gastroenterologichen Zentren durch, wobei die Patienten ein sechswöchiges Programm unter Vermeidung von 2 Nahrungsmittelgruppen (two-food-group elimination diet = TFGED; Milch und glutenhaltiges Getreide) vollzogen. Die Remission wurde durch Besserung der Symptomatik sowie weniger als 15 Eosinophile im Hauptgesichtsfeld definiert.

Nonrespondern wurde schrittweise eine Diät unter Vermeidung von 4 Nahrungsmittelgruppen (four-food-group elimination diet = FFGED; TFGED plus Ei und Gemüse) und eine Diät unter Vermeidung von 6 Nahrungsmittelgruppen (six-food-group elimination diet = SFGED; FFGED plus Nüsse und Fisch/Meeresfrüchte) auferlegt. Den Respondern wurden die elimierten Nahrunsgmittel individuell wieder zugeführt, daraufhin erfolgten Endoskopien. Insgesamt nahmen 130 Patienten (davon 25 Kinder) an der Studie teil; 97 Patienten führten die Untersuchung in allen Intervallen durch. Die TFGED führte bei 56 (43 %) Patienten zu einer Remission der eosinophilen Ösophagitis, wobei sich zwischen den verschiedenen Altersgruppen keinerlei Unterschiede offenbarten. Bei den TFGED-Respondern erwiesen sich Milch (52 %) und glutenhaltiges Getreide (16 %) oder beides (28 %) als Auslöser.

Eine allein durch Milch ausgelöste eosinophile Ösophagitis lag bei 18 % der erwachsenen und bei 33 % der pädiatrischen Probanden vor. Die Remissionsraten bei FFGED und SFGED betrugen 60 % und 79 %. Bei insgesamt 55 (91,6 %) der 60 TFGED/FFGED-Responder wurden 1 oder 2 Nahrungsmittelauslöser nachgewiesen. Im Vergleich zu einer initialen SFGED führte das Step-up Verfahren zu einer Reduzierung der Anzahl der Endoskopien sowie zu einer 20 %-igen Zeitersparnis bei der Diagnostik.

Fazit
Die TFGED führte bei 43 % der Erwachsenen und Kinder zu einer Remission der eosinophilen Ösophagitis. Das Step-up Verfahren führt bei der Mehrheit der Responder zu einer frühen Identifizierung einer empirisch gesicherten Ernährung unter Vermeidung von Nahrungsmittel-Triggern; überflüssige Restriktionen bezüglich der Ernährung, Vermeidung von Endoskopien und eine Verkürzung der Diagnostik sind weitere Vorteile dieser Herangehensweise.

Autor: Molina-Infante et al.
Korrespondenz: Department of Gastroenterology, Hospital Universitario San Pedro de Alcantara, Caceres, Spanien
Studie: Step-up empiric elimination diet for pediatric and adult eosinophilic esophagitis: The 2-4-6 study
Quelle: J Allergy Clin Immunol 2018 Apr;141(4):1365–1372.
Web: dx.doi.org/10.1016/j.jaci.2017.08.038