epNET: Pazopanib zeigt etwas Aktivität, aber auch schwere Nebenwirkungen19. Dezember 2025 Molekulare Struktur von Pazopanib. Bild: ©Сергей Шиманович – stock.adobe.com In der Alliance-A021202-Studie untersuchten Wissenschaftler die Aktivität von Pazopanib gegen progrediente extrapankreatische neuroendokrine Tumore (epNET). Pazopanib ist ein oraler Multikinase-Inhibitor mit Aktivität gegen den VEGFR-2 und -3, PDGFR*-alpha und -beta sowie c-Kit. Das Fazit des Teams um Dr. Emily K. Bergsland von der University of California San Francisco: Pazopanib verbessere vs. Placebo das PFS bei Patienten mit progredientem epNET signifikant. Dies bestätige, dass der VEGF-Signalweg ein valides Ziel für die Therapie von epNET darstellt. Allerdings ist nach Abwägung der Risiken und Vorteile keine weitere Entwicklung von Pazopanib in diesem klinischen Kontext geplant. Die Autoren hatten eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde Phase-II-Studie mit Pazopanib (800 mg 1-mal/Tag) vs. Placebo mit Patienten mit niedrig- bis mittelgradigen epNET und radiologischer Progression innerhalb von 12 Monaten nach ihrer Aufnahme durchgeführt. Eine vorherige Therapie mit einem Somatostatin-Analogon (SSA) war bei Tumoren im Mitteldarm erforderlich, eine gleichzeitige SSA-Gabe zulässig. Medianes PFS mit Pazopanib verlängert, allerdings bei mehr Todesfällen Im Zeitraum 09/2013–10/2015 wurden 171 Patienten randomisiert, 97 für Pazopanib und 74 für Placebo. Die Mehrheit wies einen Primärtumor im Mitteldarm (75 %) und eine vorherige SSA-Behandlung (93 %), etwa die Hälfte (49 %) funktionelle Tumoren auf. Das mediane Follow-up beziffern die Autoren auf 61 Monate (95 %-KI 60–63), das mediane PFS auf 11,8 Monate unter Pazopanib und 7,6 unter Placebo (HR 0,54; 95 %-KI 0,37–0,79; p < 0,001). Immerhin 49 Patienten aus der Placebo-Gruppe wechselten zu Pazopanib. Beim OS stellten Bergsland et al. keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen fest. Allerdings fielen die Raten der Nebenwirkungen von mindestens Grad 3 (unabhängig von der Zuordnung) unter Pazopanib höher aus als unter Placebo (84 % vs. 47 %; p < 0,001), ebenso wie die Raten von Todesfällen (Grad 5; 8 % vs. 0 %; p=0,017). (sf/BIERMANN) *vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor-Rezeptor**Thrombozytenwachstumsfaktor-Rezeptor
Mehr erfahren zu: "Gute Daten für Gemcitabin-freisetzendes System bei BCG-resistentem, nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom mit hohem Risiko" Weiterlesen nach Anmeldung Gute Daten für Gemcitabin-freisetzendes System bei BCG-resistentem, nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom mit hohem Risiko Das intravesikale Wirkstoff-Freisetzungssystem TAR-200 hat in einer Phase-IIb-Studie gute Ergebnisse bei der Behandlung von Patienten gezeigt, die unter einem nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom (NMIBC) mit hohem Risiko leiden und resistent gegen […]
Mehr erfahren zu: "Risikofaktoren für Malignität bei Endometriumpolypen" Risikofaktoren für Malignität bei Endometriumpolypen Endometriumpolypen sind meist harmlos, doch bei älteren Frauen steigt das Risiko für Krebs. Entscheidend für die Beurteilung ist das Alter und der Zustand des umliegenden Endometriums – Größe und Wiederauftreten […]
Mehr erfahren zu: "Glyphosat-Streit drückt Bayer noch tiefer in die Verlustzone" Glyphosat-Streit drückt Bayer noch tiefer in die Verlustzone Acht Jahre ist es her, da schluckte Bayer den langjährigen US-Konkurrenten Monsanto. Finanziell war das eine bittere Pille: Rechtsstreitigkeiten zu Glyphosat lasten noch immer schwer auf dem Konzern.