Erfassung von schweren Handverletzungen: DGH initiiert HandTraumaRegister17. Mai 2018 Foto: thorstenstark, fotolia.com Auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie e.V. (DGH) ist im März das „HandTraumaRegister DGH“ zur Erfassung von (schweren) Handverletzungen gestartet. Die strukturierte Aufzeichnung von Handverletzungen in Deutschland soll durch Sammlung von Verletzungs- und Versorgungsdaten zum klinischen Fortschritt sowie zur Qualitätssicherung beitragen. “Die menschliche Hand ist ein hochkomplexes System aus zahlreichen Knochen, Gelenken, Sehnen, Nerven und Blutgefäßen, welches differenzierte Bewegungen und Funktionen ermöglicht, deren Wiederherstellung nach Verletzungen höchste Ansprüche an Chirurgen stellt. Um alle relevanten Verletzungen nach Art, Umfang und operativer Wiederherstellung zu erfassen und um die Art und Qualität der Versorgung zu dokumentieren, hat die DGH ein bundesweites HandTraumaRegister ins Leben gerufen. Es soll langfristig dazu beitragen, die Versorgungsqualität zu verbessern, indem Herausforderungen in der Versorgung besser erkannt werden”, so die DGH. Die Eingabe in das Register erfolge web-basiert durch Ärzte des behandelnden Krankenhauses. Dabei werden Daten wie der Verletzungszeitpunkt, der Verletzungsmechanismus, die Verletzungsart, die Art der Versorgung und das Anästhesieverfahren verschlüsselt erfasst. “An detailgetreuen Abbildungen der Hand können per Mausklick alle verletzten Strukturen dargestellt und genau erfasst werden. Zunächst sollen die so gewonnenen Informationen in einer umfangreichen Datenbank gesammelt werden, um sie, sobald ausreichend Zahlen zur Verfügung stehen, im Hinblick auf unterschiedliche Fragestellungen auszuwerten”, so die DGH weiter. Laut DGH können alle Kliniken, die stationäre handchirurgische Versorgungen durchführen, an dem Register mitwirken. Dazu ist eine Anmeldung erforderlich, welche von der DGH auf Vorliegen der nötigen Voraussetzungen überprüft wird. In einer ersten Abfrage haben sich der DGH zufolge bereits 50 Kliniken bereit erklärt, an dem Register mitzuarbeiten und die Daten einzugeben, sodass eine deutschlandweite Erfassung flächenhaft gegeben sei. In dem Register würden von diesen Kliniken alle Patienten erfasst, die innerhalb von zwei Wochen nach der Handverletzung einer operativen Versorgung bedurften und bei denen die Operation anhand des Operationen- und Prozedurenschlüssels (OPS) des Deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) dokumentiert wurde. Das HandTraumaRegister DGH ist ein Register der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie, welches im Auftrag der DGH von der Akademie für Unfallchirurgie GmbH (AUC) betrieben wird. Weitere Informationen unter www.handtraumaregister-dgh.de.
Mehr erfahren zu: "Studie entdeckt Zusammenhang von CRPS und Migräne" Studie entdeckt Zusammenhang von CRPS und Migräne Menschen, die an einem komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) leiden, entwickeln im Laufe der Erkrankung häufig Kopfschmerzen oder eine Migräne. Das zeigt eine aktuelle Erhebung unter CRPS-Betroffenen aus Australien.
Mehr erfahren zu: "Hightech fürs Handgelenk" Hightech fürs Handgelenk Am Bochumer Klinikum Bergmannsheil wurde zum 100. Mal eine Handgelenkprothese eingesetzt.
Mehr erfahren zu: "Chronische Erkrankungen: Warten auf vereinfachte Rezeptausstellung" Chronische Erkrankungen: Warten auf vereinfachte Rezeptausstellung Wegen steigender Kosten wird darüber diskutiert, unnötige Praxisbesuche zu vermeiden. Eine längst beschlossene Umstellung hängt aber seit Monaten fest, wie Patientenschützer kritisieren. Wann kommt das Dauerrezept?