Erfolgreicher Einsatz des Da Vinci-Roboters bei Adipositas

Adipöse Patientin. Foto: Piotr Wawrzyniuk / Adobe Stock

Mithilfe des Operationsroboters “da Vinci” haben Gynäkologinnen der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) bei einer komplizierten Operation einer stark adipösen Patientin Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke entfernt.

Die Frau mit einem BMI von 78 und einem Körpergewicht von über 200 kg leidet an frühem Zervixkarzinom. Dank der Roboter-unterstützten Technik gelang der Eingriff minimalinvasiv. Der Vogtländerin blieb so eine monatelanger Wundheilung erspart.

Doch auch mit robotischer Hilfe gestaltete sich die Operation anspruchsvoll: “Bei dieser Art Eingriff liegen die Patientinnen in der Regel kopftief auf dem OP-Tisch”, erläuterte Klinikdirektorin Prof. Bahriye Aktas, die die OP leitete. “Doch wegen ihrer Körperfülle ging das bei dieser Patientin nicht kontinuierlich. So musste sie immer wieder zur Beatmung in die Waagerechte gebracht werden und dann wieder zurück”, erklärte Aktas. Aufgrund dieser sehr häufigen, aber notwendigen Lagewechsel dauerte die OP länger als gewöhnlich.

“Menschen dieser Gewichtsklasse müssen schnell mobilisiert werden, sonst drohen schwerwiegende und eventuell lebensbedrohende Komplikationen wie Thrombosen, Lungenembolien oder Lungenentzündungen”, sagte Oberärztin Dr. Nadja Dornhöfer, die mitoperiert hatte. “Das UKL besitzt für diese Art Operation die notwendige Expertise und die technische Ausstattung”, ergänzte Laura Weydandt, Ärztin in Weiterbildung und ebenfalls zum OP-Team gehörend.