Erhöhter Natriumkonsum mit Psoriasis assoziiert

Frau salzt essen
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Eine populationsbasierte Querschnittsstudie zeigt, dass eine erhöhte diätetische Natriumaufnahme in zwei großen Kohorten mit höheren Odds für Psoriasis assoziiert ist; prospektive Studien sollen prüfen, ob Salzreduktion die Erkrankung günstig beeinflusst.

Ein interdisziplinäres Team aus den USA führte eine populationsbasierte Querschnittsstudie durch, um zu klären, ob eine diätetische Natriumaufnahme mit Psoriasis assoziiert ist. Weiterhin untersuchten sie, ob es Subgruppen von Personen gibt, die mit höherer Wahrscheinlichkeit eine salzsensitive Form der Psoriasis aufweisen.

Tatsächlich war in den beiden ausgewerteten Kohorten eine erhöhte Natriumaufnahme mit Psoriasis assoziiert. Nach Ansicht der Autoren sollten künftige klinische Studien klären, ob eine Reduktion der Natriumaufnahme eine Psoriasis günstig beeinflussen kann.

Diätetische Natriumaufnahme über Urin bestimmt

In ihrer Studie untersuchten die Forschenden eine UK‑Biobank‑Kohorte mit nahezu 500.000 Teilnehmern (Rekrutierung 2006–2010) sowie eine Validierungskohorte aus dem US‑amerikanischen National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) mit 2393 Teilnehmern (2003–2004). Die diätetische Natriumaufnahme wurde mithilfe von Urin-Biomarkern und der zuvor validierten Intersalt-Gleichung geschätzt.

In der UK‑Biobank umfasste die Analyse genau 468.913 Teilnehmer; 54 Prozent waren weiblich, und das mittlere (SD) Alter bei Einschluss betrug 57 (8) Jahre. Multivariable logistische Regressionsmodelle ergaben, dass jede Erhöhung des geschätzten 24‑h‑Urin‑Natriums um 1 g mit einem Anstieg der Psoriasis‑Chance um 18 Prozent assoziiert war (OR 1,18; 95%-Konfidenzintervall [KI] 1,14–1,21), nach Adjustierung für Geschlecht, Alter, Ethnie, Bildungsgrad und sozioökonomischem Status.

Weitere Einflussfaktoren berücksichtigt

Die Forschenden fanden keine konsistenten Hinweise auf eine ausgeprägte Effektmodifikation durch Alter, Geschlecht, Ethnie, polygenen Risikoscore für Psoriasis oder eine Vorgeschichte von Hypertonie, chronischer Niereninsuffizienz oder Typ‑2‑Diabetes mellitus.

In NHANES war jedes zusätzliche Gramm selbstberichteter diätetischer Natriumaufnahme ebenfalls mit erhöhten Odds einer klinisch bestätigten Psoriasis assoziiert (OR 1,47; 95%-KI 1,19–1,83). (ins)