Erhöhtes kardiovaskuläres Risiko bei Rosazea5. März 2021 © Milan Lipowski – stock.adobe.com (Symbolbild) Der Zusammenhang zwischen Rosazea und kardiovaskulären Erkrankungen ist in der wissenschaftlichen Literatur weiterhin umstritten. Die Autoren der vorliegenden Studie, die in der „Acta Dermato-Venereologica“ publiziert wurde, führten eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse der Literatur (bis Februar 2020) durch, um das kardiovaskuläre Risiko sowie die auftretenden Komorbiditäten bei Personen mit und ohne Rosazea zu vergleichen. Hierzu wurden 12 Studien, an denen 40.752 Patienten mit Rosazea teilnahmen, eingeschlossen. Im Vergleich zu den Kontrollprobanden hatten Patienten mit Rosazea einen höheren systolischen Blutdruck (standardisierte mittlere Differenz [SMD] 0,293, 95%-Konfidenzintervall [KI] 0,054–0,532) einen höheren diastolischen Blutdruck (SMD 0,309; 95%-KI 0,003–0,615) höheres Gesamtcholesterin (SMD 1,147; 95%-KI 0,309–1,984) höhere Werte an Low-Density-Lipoprotein (SMD 0,792; 95%-KI 0,174–1,409) mehr C-reaktives Protein (SMD 0,26; 95%-KI 0,099–0,421) eine größere epikardiale Fettdicke (SMD 1,945; 95%-KI 1,595–2,296) sowie eine höhere Inzidenz von Hypertonie (Quotenverhältnis [OR] 1,204; 95%-KI 1,097–1,332) und Insulinresistenz (OR 2,338; 95%-KI 1,187–4,605). Fazit Die Studie zeigt nach Dafürhalten der Autoren, dass Patienten mit Rosazea ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko aufweisen. (am) Autor: Tsai et al. Korrepondenz: Yu-Chen Huang, [email protected] Studie: Cardiovascular Risk and Comorbidities in Patients with Rosacea: A Systematic Review and Meta-analysis Quelle: Acta Derm Venereol 2020 Oct 21;100(17):adv00300. Web: https://doi.org/10.2340/00015555-3668