Erhöhtes Risiko für Arbeitsplatzverlust bei Älteren mit COPD28. Februar 2020 © JackF – stock.adobe.com Die Tendenz auf dem Arbeitsmarkt gehe dahin, immer mehr ältere Menschen zu beschäftigen, so schreiben die Autoren einer neuen Studie. In diesem Zusammenhang müsse aber auch die zunehmende Prävalenz chronischer Erkrankungen, die mit zunehmendem Alter auftreten, berücksichtigt werden. Insbesondere COPD-Patienten würden mit höherer Wahrscheinlichkeit auf dem Arbeitsmarkt „aussortiert“. Die Forscher berichten in ihrer kürzlich publizierten Arbeit über die Ergebnisse der nach ihrer Kenntnis ersten Längsschnittstudie zu diesem Thema. Darin eingeschlossen wurden in Vollzeit beschäftigte Männer und Frauen zwischen 50 und 59 Jahren; diese wurden für einen Zeitraum von 18 Monaten beobachtet. Nach Einberechnung potenzieller Störfaktoren untersuchten die Forscher die Zusammenhänge zwischen Atemnot und Atemwegsobstruktion zu Studienbeginn und dem Verlust des Arbeitsplatzes während des Nachbeobachtungszeitraumes. Von den Teilnehmern, die den Follow-up-Fragebogen ausfüllten (1656 von 1773 [93%]), war die Mehrheit (78,5%) weiterhin in Vollzeit beschäftigt. In Teilzeit berufstätig waren 10,6% und nicht mehr in einem bezahlten Beschäftigungsverhältnis waren 10,9%. Das adjustierte Risiko für einen Verlust des Arbeitsplatzes war bei Personen mit mittelschwerer oder schwerer COPD (Risikoverhältnis 2,89; 95%-KI 1,80–4,65) oder Atemnot zu Studienbeginn (Risikoverhältnis 3,07; 95%-KI 2,16–4,37) signifikant erhöht. Geschlecht und Art der Arbeit (handwerklich vs. nicht handwerklich) spielten offenbar keine Rolle. Fazit Atemwegsobstruktion und Atemnot gehen unabhängig voneinander mit einem vorzeitigen Verlust des Arbeitsplatzes bei älteren Arbeitnehmern einher. (ac) Autoren: Schofield SJ et al. Korrespondenz: Susie J. Schofield; [email protected] Studie: Chronic Obstructive Pulmonary Disease and Breathlessness in Older Workers Predict Economic Inactivity. A Prospective Cohort Study Quelle: Am J Respir Crit Care Med 2019;200(10):1228–1233. Web: https://doi.org/10.1164/rccm.201902-0297OC