Erneut Trichinen bei Wildschwein in Teltow-Fläming entdeckt24. Februar 2026 Trichinella spiralis Larven in der Muskulatur (Symbolbild) Foto: © ChrWeiss – stock.adobe.com Im Landkreis Teltow-Fläming war erneut ein Wildschwein mit Trichinen befallen. Das verdeutlicht, warum die Trichinenuntersuchung weiterhin wichtig ist. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gab es 2025 einige Funde des für den Menschen gefährlichen Fadenwurms. Nach acht Funden von Trichinen bei Wildschweinen im vergangenen Jahr in Brandenburg ist jetzt im Landkreis Teltow-Fläming erneut der gefährliche Fadenwurm nachgewiesen worden. In den Muskeln eines Wildschweins seien Trichinen gefunden worden, teilte die Kreisverwaltung mit. Das Tier wurde in einem Jagdgebiet nahe Rangsdorf an der Grenze zum Landkreis Dahme-Spreewald erlegt. Menschen können laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) über den Verzehr von trichinenhaltigem, rohem Fleisch die Infektionskrankheit Trichinellose bekommen. Die meldepflichtige Erkrankung kommt in Deutschland selten vor. Acht von 19 Fällen bundesweit in Brandenburg Bundesweit habe es im vergangenen Jahr 19 Fälle bei Wildschweinen gegeben – davon acht in Brandenburg, zehn in Mecklenburg-Vorpommern und einen in Bayern, teilte der Kreis Teltow-Fläming mit. Bei Hausschweinen seien 2025 hingegen keine Trichinen nachgewiesen worden. Befall mit bloßem Auge nicht zu erkennen Eine Untersuchung auf Trichinen ist laut Landkreis bei allen Wild- und Hausschweinen und anderen empfänglichen Tierarten wie Pferd, Waschbär und Fuchs vorgeschrieben. Darum werden ausgewählte Muskelproben mit der sogenannten Verdauungsmethode auf die Freiheit von Trichinella ssp. untersucht. Die Infektion des Menschen erfolgt laut BfR meist über trichinenhaltiges, rohes Schweinefleisch, wie Rohwürste, Schinken oder Gehacktes, das nicht durcherhitzt wurde. „Der aktuelle Befund zeigt erneut, wie wichtig es ist, Tierkörper vor der Weiterverarbeitung oder Zubereitung des Fleisches untersuchen zu lassen“, hieß es. Mit bloßem Auge lasse sich ein Befall nicht erkennen. Bereits im vergangenen Jahre meldete der Kreis Teltow-Fläming einen Trichinen-Befall bei einem Wildschwein – auch im Jagdgebiet bei Rangsdorf. Wie äußert sich die Erkrankung beim Menschen? Eine Trichinellose beim Menschen kann einen milden bis schweren Verlauf nehmen. Die Symptome sind zu Beginn der Infektion etwa Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Es können später auch Fieber, Muskelschmerzen und Ödeme im Augenbereich auftreten, wie das BfR die Infektion beschreibt. Bundesinstitut für Risikobewertung zu Trichinen: Trichinen (Trichinella) – BfR Robert-Koch-Institut zur Trichinellose: RKI – RKI-Ratgeber – Trichinellose
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