Erprobungsstudie zur Neuromuskulären Feedbacktherapie bei Querschnittlähmung5. Dezember 2024 Foto: RFBSIP – stock.adobe.com Die EFeQT-Studie soll nachweisen, ob bei inkomplett querschnittgelähmten Patienten mit motorischen Restfunktionen an den unteren Extremitäten, eine Behandlung mit der neuen neuromuskulären Feedbacktherapie der bereits verordnungsfähigen Krankengymnastik beim Endpunkt „Gehfähigkeit“ überlegen ist. Bei der neuromuskulären Feedbacktherapie werden über Hautelektroden gemessene Restnervenimpulse für intendierte Gehbewegungen an ein Exoskelett weitergegeben, das wie ein Anzug getragen wird. Mithilfe des Exoskeletts werden die gemessenen neuronalen Signale in Gehbewegungen umgesetzt. Die Impulse, die in der Beinmuskulatur durch die Gehbewegungen ausgelöst werden, meldet das Exoskelett wiederum zurück das zentrale Nervensystem (Feedback). Bei inkompletten Querschnittlähmungen sind nicht alle Nervenfasern des Rückenmarks durchtrennt, so dass Restnervenimpulse ggf. für Bewegungen nutzen lassen. Bislang stehen in einem solchen Fall Geh-Therapien (zum Beispiel Laufbandtraining mit Gewichtsentlastung oder Lauftraining unter Einsatz von Hilfsmitteln) als Krankenkassenleistung zur Verfügung. Unabhängige wissenschaftliche Institution Der G-BA beauftragte die Ruhr-Universität Bochum, gemeinsam mit dem Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum und der Alcedis GmbH die Studie wissenschaftlich zu begleiten und die Ergebnisse auszuwerten. Studienleiter ist PD Dr. Mirko Aach. Die EFeQT-Studie wird durch den G-BA finanziert, Basis ist die entsprechende Erprobungs-Richtlinie. Die Behandlungskosten der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer tragen die Gesetzlichen Krankenkassen.
Mehr erfahren zu: "FLS-Care am LMU Klinikum in München: Sekundärprävention bei Osteoporose" FLS-Care am LMU Klinikum in München: Sekundärprävention bei Osteoporose Forschende des LMU Klinikums in München haben im Rahmen einer Innovationsfonds-Studie den „Fracture Liaison Service“ (FLS) erprobt. Wie es aufgebaut ist und wie es bundesweit umgesetzt werden könnte war Thema […]
Mehr erfahren zu: "Erstes EU-Projekt integriert Pharmakogenomik in Tumorboards" Erstes EU-Projekt integriert Pharmakogenomik in Tumorboards Das Dr. Margarete Fischer-Bosch Institut für Klinische Pharmakologie (IKP) am Bosch Health Campus in Stuttgart leitet mit PGxMTB das europaweit erste EU-Projekt, bei dem die Pharmakogenomik systematisch in molekulare Tumorboards […]
Mehr erfahren zu: "DGKJCH: Krankenhausreform muss chirurgisch kranke Kinder stärker berücksichtigen" DGKJCH: Krankenhausreform muss chirurgisch kranke Kinder stärker berücksichtigen In einer Stellungnahme an den Bundestag kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie (DGKJCH), dass die finanzielle, personelle und strukturelle Absicherung der operativen Kinder- und Jugendmedizin im Rahmen des […]