ESC-Kongress: Meditations-Musik vor dem Schlafengehen ist gesund für das Herz30. August 2018 Bild: © monsitj – fotolia.com Meditative Yoga-Musik vor dem Schlafengehen ist gut für die Herzgesundheit, sie steigert die Anpassungsfähigkeit des Herzens auf Veränderungen, reduziert Ängste und fördert positive Gefühle – bei Popmusik mit regelmäßigen Beats war das Ergebnis umgekehrt. Das berichteten indische Forscher auf dem Europäischen Kardiologiekongress in München. Meditative Yoga-Musik vor dem Schlafengehen ist offenbar gut für die Herzgesundheit. „Wir setzen in unserem Krankenhaus Musiktherapie ein und unsere Studie zeigt, dass Yoga-Musik einen günstigen Einfluss auf die Herzfrequenzvariabilität vor dem Schlaf hat“, berichtete Dr. Naresh Sen (Jaipur, Indien) auf einer Pressekonferenz auf dem Europäischen Kardiologenkongress. Außerdem reduziere sie das Angstniveau und die Teilnehmer fühlten sich positiver, Eine hohe Herzfrequenzvariabilität zeigt, dass das Herz imstande ist, sich Veränderungen anzupassen. Eine niedrige weist auf eine weniger ausgeprägte Anpassungsfähigkeit hin und steht im Zusammenhang mit einem um 32-45 Prozent erhöhten Risiko eines ersten Herz-Kreislauf-Events. Die indische Studie untersuchte den Einfluss von Yoga-Musik, Popmusik mit regelmäßigen Beats sowie von keinerlei Musik vor dem Schlafengehen. Bei jeder Sitzung wurde die Herzfrequenzvariabilität fünf Minuten lang vor dem Beginn der Musik oder der Stille gemessen, zehn Minuten lang währenddessen sowie fünf Minuten lang nach Beendigung der Musik oder Stille. Zusätzlich wurde das Ausmaß der Angst vor und nach der Sitzung mit der Goldberg Anxiety Scale gemessen, und mit einer speziellen Skala wurde nach jeder Sitzung das Ausmaß positiver Gefühle erfasst. 149 gesunde Menschen in einem Alter von durchschnittlich 26 Jahren nahmen daran teil. Fazit: Die Herzfrequenzvariabilität stieg in der Gruppe mit Yoga-Musik, reduzierte sich in der Popmusik-Gruppe und blieb in der Gruppe ohne Musik konstant. Das Angstniveau verringerte sich signifikant in der Yoga-Musik-Gruppe, erhöhte sich signifikant in der Popmusik-Gruppe und erhöhte sich in der Gruppe ohne Musik. Die Teilnehmer fühlten nach der Yoga-Musik sich signifikant positiver als nach der Popmusik. „Es ist eine kleine Studie, und es bedarf weiterer Forschungsaktivitäten über die kardiovaskulären Effekte von Musikinterventionen durch einen ausgebildeten Musiktherapeuten“, so Sen. „Aber sich Yoga-Musik vor dem Schlafengehen anzuhören, ist eine preiswerte und leicht zugängliche Therapie, die keinerlei Schaden anrichten kann.“ Quelle: ESC-Abstract Nr. 89064; Sen et al.: Evaluation of heart rate variability and cardiac autonomic control on exposure to Indian music and slow music yoga asana before sleep at night.
Mehr erfahren zu: "Okklusiver Myokardinfarkt ohne ST-Hebung: KI treffsicherer als Standarddiagnostik" Okklusiver Myokardinfarkt ohne ST-Hebung: KI treffsicherer als Standarddiagnostik Eine KI-basierte EKG-Analyse erkennt okklusive Myokardinfarkte ohne ST-Hebung deutlich zuverlässiger als Standardprotokolle. Studiendaten vom ESC Acute CardioVascular Care 2026 zeigen eine höhere Sensitivität und Spezifität bei symptomatischen ACS-Patienten.
Mehr erfahren zu: "Übergewicht treibt Diabetes bei Frauen und Männern unterschiedlich an" Übergewicht treibt Diabetes bei Frauen und Männern unterschiedlich an Studien zeigen: Adipositas wirkt sich bei Frauen und Männern unterschiedlich auf den Stoffwechsel und den Weg zum Diabetes aus. Die DDG plädiert dafür, die Wechselwirkung von Übergewicht und Diabetes stärker […]
Mehr erfahren zu: "Vorhofohrverschluss: Studie relativiert Nutzen bei Hochrisikopatienten" Vorhofohrverschluss: Studie relativiert Nutzen bei Hochrisikopatienten Eine neue multizentrische Studie im „New England Journal of Medicine“ zeigt bei Hochrisikopatienten mit Vorhofflimmern keinen Vorteil des Vorhofohrverschlusses im Vergleich zur bestmöglichen medikamentösen Therapie.