Eva Smretschnig für Arbeit zur akuten Chorioretinopathia centralis serosa ausgezeichnet

Preisträgerin PD Eva Smretschnig. Foto: © Fetschfotodesign

Der Förderpreis 2019 für die beste Originalarbeit aus „spektrum der augenheilkundeist PD Eva Smretschnig zuerkannt worden.

Der Förderpreis, der in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal in Folge die beste Nachwuchswissenschaftlerin im Fachbereich Ophthalmologie würdigt, ging an die Wiener Augenärztin PD Eva Smretschnig für ihre Arbeit über die akute Chorioretinopathia centralis serosa – eine Augenerkrankung, bei der sich unter der Netzhaut Flüssigkeit ansammelt. Der prämierte Beitrag Long-term follow-up of half-fluence photoynamic therapy in acute cetral serous chorioretinopathy erschien in der Springer-Fachzeitschrift „spektrum der augenheilkunde“, Heft 6, 2018.

Die Chorioretinopathia centralis serosa, auch als „Managerkrankheit“ bekannt, ist eine Netzhauterkrankung, deren Ursache im Stress liegt. Durch psychischen oder körperlichen Stress bildet sich Flüssigkeit unter der Netzhaut. Entwickelt sich diese Flüssigkeitansammlung nicht zurück, ist eine fachärztliche Therapie nötig. Das Team um Smretschnig stellte hierzu Langzeituntersuchungen an. Patienten wurden mittels Photodynamischer Therapie mit reduzierter Lichtdosis behandelt, was bei allen Patienten eine signifikante und dauerhafte Verbesserung des Sehvermögens sowie eine deutliche Steigerung der Lebensqualität zur Folge hatte. Rezidive wurden nicht beobachtet.
Übergeben wurde der mit 2000 Euro dotierte Preis von Prof. Andreas Wedrich, Editor-in-Chief des Journals, Prof. Herbert A. Reitsamer, ständiger wissenschaftlicher Sekretär der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft, und Dr. Alois Sillaber, Managing Director Springer-Verlag Wien.

Smretschnig absolvierte nach ihrer Promotion 2007 ihre Facharztausbildung an der Abteilung für Augenheilkunde unter Prof. Susanne Binder in der Rudolfstiftung. Seit 2015 ist sie als Fachärztin für Augenheilkunde an der Abteilung tätig, mit chirurgischem und wissenschaftlichem Schwerpunkt im Bereich „Netzhaut“. Im Herbst 2018 folgte Smretschnigs Habilitation an der Medizinischen Universität Wien zum Thema „Photodynamische Therapie bei akuter und chronischer Chorioretinopathia Centralis Serosa“. Derzeit absolviert Smretschnig ein MBA-Studium für Health Care Management an der Executive Academy der Wirtschaftsuniversität Wien

Quelle: Springer Medizin