Evaluationsstudie zur „Entscheidungshilfe Prostatakrebs“ noch bis Ende 2019 offen24. Oktober 2019 Johannes Huber leitet die EvEnt-PCA-Studie. Foto: Huber Bis Ende 2019 kann die Studienleitung der EvEnt-PCA-Studie zur Evaluation des Informationsangebotes „Entscheidungshilfe Prostatakrebs“ noch neue Studienzentren eröffnen und bittet weitere urologische Praxen und Kliniken um ihre Teilnahme. Durch das interaktive Online-Tool lässt sich das Beratungsgespräch beim nicht metastasierten Prostatakarzinom für den Patienten und seinen Urologen standardisiert vorbereiten und erleichtern (www.entscheidungshilfe-prostatakrebs.info). „Mit diesem kostenlosen Angebot sind die deutschen Urologinnen und Urologen Vorreiter bei der patientenorientierten Behandlungsentscheidung. Entsprechend wurde dieses Projekt der PatientenAkademie vor wenigen Wochen auf unserem Jahreskongress mit dem 1. klinischen Vortragspreis ausgezeichnet. Die laufende randomisierte Evaluationsstudie ist der konsequente nächste Schritt, den unsere Fachgesellschaft nach Kräften unterstützt“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Christian Wülfing. Weitere Unterstützer sind der Berufsverband der Deutschen Urologen, die AOK Baden-Württemberg und die Techniker Krankenkasse. Randomisierter Vergleich mit bisherigem Standard Gefördert aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), wird die “Entscheidungshilfe Prostatakrebs” in der randomisierten EvEnt-PCA-Studie mit der gedruckten Broschüre aus dem Leitlinienprogramm Onkologie als aktuellem Standard verglichen. Das Studiendesign ist bewusst einfach gehalten und der Studienablauf soll sich laut Studienleitung problemlos in die Routineversorgung einfügen: Nach dem Einschluss werden die Patienten zufällig zur Nutzung der “Entscheidungshilfe Prostatakrebs” zugewiesen oder sie erhalten die gedruckte Broschüre. Für die Studienärzte umfasst der Arbeitsumfang zwei Erhebungszeitpunkte. Auf Patientenseite sind drei Erhebungszeitpunkte vorgesehen. Primärer Endpunkt ist der leitliniengerechte Einsatz eines zuwartenden Vorgehens. Ziel der Studie ist es, den möglichen Nutzen der multimedialen Patienteninformation mit Level-I-Evidenz zu belegen. Darauf könnte eine Leitlinienempfehlung aufbauen und so diesen modernen Standard in der künftigen Versorgung fest verankern. Erste positive Effekte dokumentiert Bislang konnten 86 Studienzentren deutschlandweit 445 Patienten rekrutieren. Das entspricht 37 Prozent der geplanten 1200 Patienten. Erste Zwischenergebnisse zeigen vielversprechende Effekte der “Entscheidungshilfe Prostatakrebs”: Nach deren Nutzung wurden der eigene Gesundheitszustand und die Lebensqualität besser bewertet. Außerdem sucht ein höherer Anteil der Nutzer eine zweite Meinung. Bei den Behandlungsentscheidungen zeichnet sich eine leichte Tendenz zum stärkeren Einsatz der aktiven Überwachung ab. Ausführlicher präsentiert Projekt- und Studienleiter Prof. Johannes Huber diese Ergebnisse in einem Webinar am 27.11.2019 von 18:00 bis 19:15 Uhr auf www.uro-tube.de mit dem Titel „Entscheidungshilfe Prostatakrebs und weitere praxisrelevante Themen aus der Versorgungsforschung“. Huber freut sich über den bisherigen Verlauf der Studie, wünscht sich aber noch mehr aktive Studienzentren: „Wenn wir die Rekrutierung noch weiter steigern können, erscheint das ambitionierte Ziel von 1200 Patienten in den verbleibenden acht Monaten Rekrutierungszeit erreichbar. Hierzu brauchen wir aber noch einige weitere motivierte Urologinnen und Urologen in Praxis oder Klinik. Der Mehraufwand wird dem Studienarzt mit 120 Euro pro Patient erstattet.“ Informationen für Interessenten An der Studienteilnahme interessierte Urologinnen und Urologen können sich beim Studienbüro melden ([email protected]; Tel.: +49 30 284 450 00). Für fachliche Rückfragen steht auch Studienleiter Huber zur Verfügung ([email protected]). Die aktuellen Studienzentren sowie weitere Informationen finden sich auf der Studienhomepage (www.uniklinikum-dresden.de/event-pca). (DGU/ms)
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