Ewigkeitschemikalien gefährden die Knochengesundheit23. März 2026 PFAS sind inzwischen auch im Trinkwasser nachweisbar und gelangen so auch in den menschlichen Körper. (Foto: © zimmytws – stock.adobe.com) Eine Exposition gegenüber per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in der frühen Kindheit kann laut einer neuen Studie, die im „Journal of the Endocrine Society“ veröffentlicht wurde, die Knochenentwicklung von Kindern im Jugendalter beeinflussen. Per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) sind synthetische Chemikalien, die in vielen Alltagsprodukten vorkommen und inzwischen auch in der Umwelt und in Lebensmitteln nachgewiesen wurden. Diese „Ewigkeitschemikalien“, von denen viele auch im menschlichen Körper verbleiben, können die normale Entwicklung beeinträchtigen, einschließlich des Knochenwachstums. „Die Pubertät ist eine entscheidende Phase für den Aufbau starker Knochen, und das Erreichen einer optimalen Knochenmasse in dieser Zeit kann das lebenslange Risiko für Knochenbrüche und Osteoporose verringern“, erklärte Dr. Jessie P. Buckley von der UNC Gillings School of Global Public Health in Chapel Hill (USA). „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Verringerung der PFAS-Exposition während entscheidender Entwicklungsphasen zu gesünderen Knochen während des gesamten Lebens beitragen könnte.“ Verschiedene kritische Zeitfenster Die Autoren hatten die PFAS-Konzentrationen im Blut von 218 Jugendlichen aus einer prospektiven Schwangerschafts- und Geburtskohorte bei der Entbindung sowie im Alter von drei, acht und zwölf Jahren gemessen. Zudem bestimmten sie die Knochendichte im Alter von zwölf Jahren und stellten fest, dass Jugendliche mit höheren Perfluoroctansäure(PFOA)-Werten im Blut eine geringere Knochendichte im Unterarm aufwiesen. Bei anderen PFAS variierten die Zusammenhänge mit der Knochendichte je nach Zeitpunkt der Exposition, was darauf hindeutet, dass bestimmte Entwicklungsstadien besonders anfällig sein könnten. Die Zusammenhänge zwischen PFAS-Konzentrationen und einer geringeren Knochendichte waren bei Mädchen stärker ausgeprägt als bei Jungen. „Diese Ergebnisse ergänzen die wachsende Evidenz, dass eine PFAS-Exposition in der frühen Kindheit langfristige gesundheitliche Folgen haben kann, und unterstreichen die Bedeutung von Maßnahmen zur Verringerung der Kontamination in Trinkwasser und Konsumgütern“, betonte Buckley. (ej/BIERMANN)
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