Experten gründen das „Brustzentrum Heidelberg“ an der Klinik Sankt Elisabeth2. August 2022 Prof. Dr. Jörg Heil und Prof. Dr. Michael Golatta. Copyright: Klinik Sankt Elisabeth, Heidelberg. Prof. Jörg Heil und Prof. Michael Golatta, ehemals Universitätsklinikum Heidelberg, bieten mit einem Experten-Team hochspezialisierte, individualisierte und zugewandte Medizin. Das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) gilt weltweit als führendes Krebszentrum. Die Ansammlung weltweit renommierter Krebs-Experten dort ist beispiellos. Mit Golatta und Heil gründen zwei Mediziner, die bisher am UKHD tätig waren und sich seit Jahrzehnten deutschlandweit und darüber hinaus einen Ruf als Brust-Spezialisten erarbeitet haben, das „Brustzentrum Heidelberg“ an der Klinik Sankt Elisabeth. Golatta und Heil gehen diesen Schritt gemeinsam mit einem Kernteam langjähriger Fachärztinnen und -ärzte und nicht-ärztlicher Kolleginnen und Kollegen. „Damit vereinen wir zwei Dinge, die Brustkrebs-Patientinnen extrem wichtig sind: universitäre Expertise mit Hightech-Ausstattung sowie Strukturen, die menschlich und überschaubar sind und nicht überfordern“, betont Klinik-Geschäftsführer Arne Greiner. Seit vergangenem Jahr gehört die Klinik Sankt Elisabeth zu dem Berliner Unternehmen „Patient21“. Klinik Sankt Elisabeth investiert in neue Strukturen und Ausstattung für das Brustzentrum Mit der Gründung des Brustzentrums setzt die Traditionsklinik aus Heidelberg ein Statement: „Wir investieren, um unserem Team aus herausragenden Expertinnen und Experten eine adäquate Ausstattung wie Mammographie und ein MRT nach modernsten Richtlinien und Forschungsergebnisse Beiseite zu stellen“, so Greiner. Künftig dürfen Ratsuchende aus ganz Deutschland im Brustzentrum Heidelberg evidenz-basierte und individualisierte Medizin mit Exzellenz in Mammadiagnostik und -chirurgie und menschlicher Zuwendung und Begleitung erwarten. „Das, was wir im Brustzentrum Heidelberg anbieten, lässt sich am eindrücklichsten mit ,high tech – high touch‘ umschreiben“, skizzieren Golatta und Heil. „Wir wissen, dass Frauen mit Brustkrebs oder Verdacht auf Brustkrebs einerseits präziseste, schnelle und sichere Diagnostik brauchen und gleichzeitig sensible und feinfühlige Um- und Versorgung. Das setzen wir mit unserem Team im Brustzentrum um.“ Darüber hinaus legen die Spezialisten Wert auf ein weiteres Kriterium, das Frauen zu jeder Zeit Sicherheit bietet: „Die Wege, die unsere Patientinnen innerhalb der Klinik nehmen, werden wir in den kommenden Monaten auf modernste Weise digital unterstützen. Damit erreichen wir Transparenz und jederzeit Informationsverfügbarkeit für alle am Behandlungspfad Beteiligten, vor allem aber für die Patientinnen.“ Heilung und Lebensqualität als wichtigste Ziele Das Brustzentrum Heidelberg will Patientinnen heilen und ihnen eine bestmögliche Lebensqualität ermöglichen. „Dazu zählt für uns auch, dass wir Wert auf Ästhetik legen“, betont Golatta. „Aussehen hat für Frauen mit Brustkrebs keinen oberflächlichen Wert, sondern ist Teil der Lebensqualität, die wir dank unserer Spezialisierung und Expertise ermöglichen können“, so Professor Heil. Brustkrebs ist häufigste Krebserkrankung bei Frauen Heil erforscht unter anderem, wie sich mit möglichst kleinen Eingriffen große Operationen vermeiden lassen. Bevor er gemeinsam mit Golatta das Brustzentrum Heidelberg gründete, war er Leiter des Universitäts-Brustzentrums am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen und dem Universitätsklinikum Heidelberg. Zudem war er Studienleiter großer Multicenter-Studien, die u. a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Millionenhöhe gefördert wurden. “Ziel der Studien ist es unter anderem, Patientinnen Übertherapien zu ersparen”, so Heil. 20 Prozent aller Frauen müssen sich nach einer Brust-OP einer zweiten Operation unterziehen, weil unter der ersten nicht ausreichend Gewebe entfernt wurde. Diese Problematik ist eines der Studiengebiete von Golatta. „Es geht immer darum, nicht zu viel, aber auf keinen Fall zu wenig Gewebe zu entfernen“, skizziert er. Neben seiner Tätigkeit als internationaler Studienleiter u.a. einer großen Multicenter-Studie im Bereich Brustultraschall, bildet er zudem im Laufe seiner Tätigkeit mehr als 1000 Ärztinnen und Ärzte in Brust-Ultraschall-Diagnostik aus. Immer weniger Chemotherapie bei frühem Brustkrebs Golatta und Heil waren in den vergangenen Jahren nahezu ausschließlich im Bereich der Senologie am Universitätsklinikum Heidelberg tätig. „Diese Spezialisierung ermöglicht uns ein breites und fundiertes Wissen, das durch die internationale Forschungsarbeit komplettiert wurde und wird“, erläutert Golatta. Präzise Brustdiagnostik ist die Basis jeder Therapie, die in enger Abstimmung mit Gynäkologen, Radiologen und Pathologen durchgeführt wird. „In den vergangenen Jahren haben unter unserer Therapie im Rahmen eines individuellen Therapiekonzeptes immer weniger Frauen mit frühem Brustkrebs eine Chemotherapie durchlaufen. Haben wir eine Chemotherapie eingesetzt, erfolgte diese immer häufiger vor der operativen Therapie“, so Golatta. Als Mitvierziger sind Golatta und Heil Mediziner der jungen Generation. Und interpretieren ihre Aufgabe entsprechend modern: „Wir wissen, dass flache Hierarchien und kompetenz-orientierte Verantwortung nicht nur dem Team zu Gute kommen, sondern auch unseren Patientinnen und Patienten. Das Ziel unseres Teams ist es, am Brustzentrum einerseits die Professionalität und Sicherheit zu bieten, aber auch das genauso wichtige Mitgefühl, wenn eine Frau mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert ist.“
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