Feldstudie: Lichtexposition bei Krankenpflegekräften in Schichtarbeit24. Juni 2020 Eine Studie des BAuA und PHE untersucht den Effekt der Lichtexposition auf circadiane physiologische Vorgänge bei Krankenpflegekräften. Illustration: © Pixel-Shot – stock.adobe.com Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat zusammen mit dem Public Health England (PHE) die persönliche Lichtexposition bei schichtarbeitenden Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern untersucht. Schichtarbeit wird mit einer Reihe von Krankheiten in Verbindung gebracht, da sie die Synchronisation circadianer physiologischer Vorgänge im menschlichen Körper mit dem natürlichen 24-Stunden-Tag-Nacht-Rhythmus stört. Die BAuA hat die Forschungsergebnisse nun im Bericht „Lichtexposition aus natürlichen und künstlichen Quellen im Hinblick auf circadiane Wirkungen bei schichtarbeitenden Krankenpflegekräften“ veröffentlicht.Zahlreiche physiologische Vorgänge im menschlichen Körper folgen der circadianen Rhythmik – sie haben eine Periodenlänge von ungefähr 24 Stunden. Der offensichtlichste circadiane Rhythmus ist der Schlaf-Wach-Rhythmus. Aber auch die Körpertemperatur, der Blutdruck oder die Ausschüttung von vielen Hormonen sind tageszeitabhängig. Das Licht bringt die circadianen Vorgänge mit dem 24-Stunden-Tag-Nacht-Rhythmus in Einklang. Die Störung dieser Synchronisation, wie etwa bei der Schichtarbeit, kann gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen. Insgesamt 85 Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger aus dem Klinikum Dortmund und dem King’s College Hospital in London nahmen an der Feldstudie teil. Mittels eines Detektors auf Brusthöhe haben sie sowohl während als auch außerhalb der Arbeitszeit eine Woche lang ihre persönliche Lichtexposition gemessen. Die Feldstudie hat unter anderem gezeigt, dass die Lichtexposition an Arbeitstagen im Wesentlichen durch die Arbeitszeit bestimmt wird. Die Lichtexposition durch künstliche Beleuchtungsquellen in Innenräumen am Arbeitsplatz und zu Hause ist viel geringer als die relativ kurz andauernde Lichtexposition gegenüber natürlichem Tageslicht im Freien. Ebenso zeigen die Daten, dass die mittlere Lichtexposition an zwölfstündigen Tagschichten sehr gering ist, da sich die Krankenpflegekräfte den ganzen Tag am Arbeitsplatz aufhalten. Das könnte Einfluss nehmen auf die circadianen Rhythmen und so etwa den Schlaf-Wach-Rhythmus stören. Publikation: Udovičić L, Price LLA, Khazova M. Lichtexposition aus natürlichen und künstlichen Quellen im Hinblick auf circadiane Wirkungen bei schichtarbeitenden Krankenpflegekräften. 1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2020. Seiten 58, Projektnummer: F 2355, Papier, PDF-Datei, DOI: 10.21934/baua:bericht20200406Der Bericht ist als PDF-Format im Internetangebot der BAuA verfügbar unter http://www.baua.de/dok/8835992.
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