Fettleber: Langes Arbeiten wirkt sich negativ aus

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Der Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und der Entstehung einer nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) ist bislang unklar. Eine neue Studie bestimmte daher die Beziehung zwischen Arbeitszeit und NAFLD anhand der Schlafdauer. Basis der Bewertungen waren abdominale Ultraschalluntersuchungen.

Daten von 194.625 Patienten aus den Jahren 2015–2017 wurden analysiert. Die Hypothese wurde mittels Chi-Quadrat-Testes, linearer Assoziation sowie eines ANOVA-Testes überprüft. In einer Regressionsanalyse wurde die Korrelation der Arbeitszeit mit NAFLD hinsichtlich der Schlafdauer bestimmt.

Es ergab sich dabei keine signifikante Beziehung zwischen Arbeitszeit und NAFLD-Prävalenz in der Gruppe mit kurzer Schlafdauer von ≤5 Stunden oder der Gruppe mit langer Schlafdauer von ≥7 Stunden. Hingegen war das Risiko für NAFLD in der Gruppe mit >52 Arbeitsstunden signifikant höher (angepasste OR 1,09; 95%-KI 1,04–1,14) als in der Gruppe mit 40–52 Stunden Arbeitszeit nach Bereinigung der Daten um Störfaktoren in der Gruppe mit einer 5 bis 6-stündigen Schlafdauer.

Weiterhin konnte kein signifikanter Unterschied zwischen ≤40 Arbeitsstunden und 40–52 Arbeitsstunden in der Gruppe mit 5–6 Stunden Schlafdauer festgestellt werden (angepasste OR 1,02; 95%-KI 0,97–1,06).

Fazit
Die Arbeitszeit steht in einem signifikanten Zusammenhang mit der Entwicklung einer NAFLD. Zudem konnte ein Unterschied in der Beziehung zwischen Arbeitszeit und NAFLD – je nach Schlafdauer verzeichnet werden. (je)

Autoren: Park H et al.
Korrespondenz: Soo-Jin Lee; [email protected]
Studie: Working hours and nonalcoholic fatty liver disease according to sleep duration
Quelle: Chronobiol Int 2019;36(12):1671–1680.
Web: https://doi.org/10.1080/07420528.2019.1670671