Forschende wollen neue Therapien für neuroinflammatorischen Erkrankungen entwickeln1. Oktober 2024 Prof. Manuel Friese, Sprecher der Forschungsgruppe NeuroFlame. (Quelle: © Axel Kirchhof | UKE) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine neue Forschungsgruppe aus dem Bereich der Neuroinflammation bewilligt. Langfristiges Ziel der Wissenschaftler am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist es, spezifischere Therapieverfahren für entzündlich-degenerative Erkrankungen des Zentralnervensystems zu entwickeln. „Die Entstehung und der Krankheitsverlauf von neuroinflammatorischen oder neurodegenerativen Erkrankungen sind noch weitgehend unbekannt. Die Entwicklung wirksamerer Therapieverfahren, die am Ende des jetzt bewilligten Projekts stehen soll, gehört zu den zentralen Aufgaben der translationalen Forschung. Ich gratuliere den beteiligten Forschenden herzlich zu diesem herausragenden Erfolg“, erklärt Prof. Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin der Medizinischen Fakultät und Mitglied des UKE-Vorstands. Die Neuroinflammation spielt eine entscheidende Rolle bei Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose und beim Verlauf von neurodegenerativen, vaskulären und traumatischen Hirnerkrankungen. Es fehlt bis heute ein detailliertes Verständnis darüber, wie sich diese chronischen Entzündungen auf die Funktion und das Überleben von Nervenzellen auswirken.Die Forschungsgruppe „NeuroFlame – Verteidigung und Untergang von entzündeten Neuronen“ will diese Wissenslücke schließen, indem sie neuronale Verteidigungsstrategien gegenüber Entzündungen und die schädigende Wirkung von Entzündungen auf Neuronen erforscht. Damit wollen die Forschenden einen Beitrag zur Entwicklung zielgerichteter und die neuroprotektiver Behandlungen leisten. Die DFG unterstützt das Projekt in den kommenden vier Jahren mit sechs Millionen Euro. „Wir freuen uns sehr über die Förderung der DFG. Im Rahmen unseres Konsortiums wollen wir herausfinden, wie eine Entzündung des Nervensystems die Nervenzellen langfristig schädigt. Diese Erkenntnisse sollen die Grundlage für neue Therapiemöglichkeiten der Multiplen Sklerose, Alzheimer-Erkrankung und anderer neurodegenerativen Erkrankungen, die mit einer Entzündung einhergehen, legen“, erläutert Prof. Manuel Friese, Direktor des Instituts für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose des UKE und Sprecher der Forschungsgruppe. An der Forschungsgruppe „NeuroFlame – Verteidigung und Untergang von entzündeten Neuronen“ sind neben Wissenschaftlern des UKE auch Forschende der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität Heidelberg, der Universitätsmedizin Göttingen, der Humboldt Universität zu Berlin, des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie in Berlin und des Karolinska Institutet Stockholm beteiligt.
Mehr erfahren zu: "Überraschende Entdeckung: Wärmesensor TRPM2 löst auch Schmerzen aus" Überraschende Entdeckung: Wärmesensor TRPM2 löst auch Schmerzen aus Wissenschaftler der University of Warwick (Vereinigtes Königreich) haben anhand von Experimenten mit Mäusen herausgefunden, dass der als Wärmesensor bekannte TRPM2-Kanal auch eine direkte Rolle bei der Auslösung chronischer Schmerzsignale spielt.
Mehr erfahren zu: "Wissenschaftlern zufolge hat das Lesen aus Vergnügen Vorteile in jedem Alter" Wissenschaftlern zufolge hat das Lesen aus Vergnügen Vorteile in jedem Alter Forschern zufolge steht das Lesen aus Vergnügen – sei es ein Klassiker von Jane Austen oder eine „Heartstopper“-Graphic-Novel – in Zusammenhang mit einer besseren psychischen Gesundheit, mehr Empathie und einem […]
Mehr erfahren zu: "Demenz belastet Europa mit jährlich über 220 Milliarden Euro" Demenz belastet Europa mit jährlich über 220 Milliarden Euro Demenz verursacht in den hochentwickelten europäischen Ländern jährlich gesellschaftliche Kosten von 221,4 Milliarden Euro, das entspricht einem Durchschnitt von 25.218 Euro pro Patient.