Forschung zur Inhalationstherapie: MDGP-Förderpreis geht nach Magdeburg9. Februar 2021 Dr. Eva Lücke, Oberärztin in der Universitätsklinik für Pneumologie Magdeburg. (Foto: © Melitta Schubert/Universitätsmedizin Magdeburg) Dr. Eva Lücke von der Universitätsklinik für Pneumologie in Magdeburg hat den Förderpreis der Mitteldeutschen Gesellschaft für Pneumologie und Thoraxchirurgie (MDGP) erhalten. Die Ärztin und Wissenschaftlerin konnte in ihren Forschungsarbeiten wichtige Erkenntnisse zum Einsatz von Inhalatoren bei der Therapie von Patienten mit chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen liefern. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Für einen Erfolg der inhalativen Therapie bei Asthma und COPD ist die korrekte Anwendung der Inhalatoren entscheidend. Worauf es bei der Anwendung der Geräte in der Praxis ankommt, hat Lücke näher untersucht. „Wir haben dazu die Präferenzen für häufig verwendete Inhalationsgeräte in Deutschland bei Patienten mit chronisch-obstruktiver Atemwegserkrankung und bei geriatrischen Patienten untersucht. Außerdem sind wir der Frage nachgegangen, welche Eigenschaften eines Inhalationsgerätes für den Anwender besonders wichtig sind und welche Auswirkungen Alter, Geschlecht und Art der Erkrankung auf die Gerätepräferenz und Handhabungsfehler haben können“, erklärt die Fachärztin für Pneumologie. Für jedes Gerät wurden die Patienten gebeten, die Handhabung zu testen, die Geräteeigenschaften zu bewerten und ein favorisiertes Gerät zu benennen. „Unsere Ergebnisse liefern neuartige und vor allem von den Herstellern der Geräte unabhängige Daten, die eine verbessere Therapie dieser beiden Patientengruppen ermöglichen“, so Lücke. Die MDGP ist die jüngste und größte von vier wissenschaftlichen Regionalgesellschaften für Pneumologie in Deutschland. Die MDGP verfolgt das Ziel, alle das Fachgebiet Pneumologie und Thoraxchirurgie sowie die Berufsverbände in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen betreffenden Aufgaben zu fördern und zu unterstützen. Mit der Vergabe eines Förderpreises sollen hervorragende klinische oder experimentelle Arbeiten auf dem Gebiet der Pneumologie, der Thoraxchirurgie, der pneumologischen Allergologie und der pneumologischen Versorgungsforschung unterstützt werden.
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